Coronavirus: Lüner Quarantäne-Tagebuch - Tag 9: Wie war das schön

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Coronavirus, das bedeutet für viele Lüner auch Quarantäne. Wie ist das, wenn man abgeschottet lebt? Autorin Marie Hirschberg (19) führt Tagebuch. Tag 9: Schwelgen in Erinnerungen.

von Marie Hirschberg

Lünen

, 03.04.2020, 13:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Mal schauen, vielleicht gibt es bald gute Nachrichten! Wir hoffen gerade alle sehnlich, dass die Quarantäne bald ein Ende findet und unsere Hoffnungen steigen langsam. Vielleicht heißt es bald, dass es endlich vorbei ist. Vielleicht kann ich bald wieder zurück auf die Arbeit und starten.

Marie Hirschberg.

Marie Hirschberg. © Quiring-Lategahn

„In solchen Zeiten bin ich froh, über jedes Foto.“
Marie Hirschberg

Dabei haben wir heute mal die Gunst der Stunden genutzt und den Keller aufgeräumt, in dem sich die Kulissen und Kostüme der vergangen Theaterstücke gesammelt haben. Alte Kostüme, die tolle Erinnerungen an schöne Abende wecken.

Da musste ich das ein oder andere Kostüm selbst noch einmal anprobieren und es stieg ein Gefühl in mir auf, von Freude und besonders Vorfreude auf den nächsten Auftritt.

Das Meer läuft nicht weg

Bei all dem Schwelgen in den Erinnerungen haben wir uns dann noch alte Fotos angesehen. Fotos mit der Familie und von den schönen Urlauben der letzten Jahre. Auch wenn das Fernweh wächst, je näher der Sommer rückt, ein bisschen hat es mich beruhigt. Das Meer läuft nicht weg, es wartet nur auf einen und der nächste Urlaub kommt bestimmt.

In solchen Zeiten und Tagen bin ich froh über jedes Foto, das ich aufgenommen habe, denn es sind Erinnerungen an wunderschöne Momente und Menschen. Man sollte sich wirklich überlegen, ob man nicht noch richtige Fotoalben anfertigt. Es ist etwas anderes als nur ein digitales Foto. Altmodisch, aber sehr wohl nicht aus der Zeit.


Persönliche Briefe schreiben

Die nächsten Tage will ich nutzen, um besonderen Menschen einen Brief zu schreiben. Irgendwie habe ich Gefallen an dem Altmodischen gefunden und vielleicht kann ich der ein oder anderen Person so eine Freude machen. Denn viele Menschen haben mir in dieser Zeit eine Freude gemacht. Ein Stückchen möchte ich gerne zurückgeben. Ein Dankeschön für die Liebsten. Und was ist schöner, als ein selbst geschriebener Brief?

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