Coronavirus: Stadt Lünen schließt ab Montag alle Kitas - Beratung über Ausnahmeregeln

Kinderbetreuung

Ab Montag (16.3.) werden alle Kitas geschlossen bleiben. Die Ausbreitung des Coronavirus soll eingedämmt werden. Ausnahmen gibt es für Eltern, die in „kritischer Infrastruktur“ arbeiten.

Lünen

13.03.2020, 19:17 Uhr / Lesedauer: 2 min
Ab Montag (16.3.) werden alle Kitas in Lünen geschlossen bleiben. Eine Weisung des Landes verpflichtet die Stadt zu diesem Schritt.

Ab Montag (16.3.) werden alle Kitas in Lünen geschlossen bleiben. Eine Weisung des Landes verpflichtet die Stadt zu diesem Schritt. © picture alliance / dpa

Auch die Kitas werden ab Montag geschlossen bleiben. Die NRW-Landesregierung hat am Freitag beschlossen, dass ab Montag Kinder im Alter bis zur Einschulung sowie Schülerinnen und Schüler keine Kindertageseinrichtung, Kindertagespflegestelle, Heilpädagogische Kindertageseinrichtung oder „Kinderbetreuung in besonderen Fällen“ betreten dürfen. Das kommt laut einer Pressemitteilung der Stadt Lünen einem generellen Betreuungsverbot gleich.

Diese Nachricht erreichte die Lüner Stadtverwaltung am Freitagnachmittag. Mit der Maßnahme soll die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus eingedämmt werden.

Die Stadt Lünen komme der Weisung aus Düsseldorf natürlich nach. „Am Montag bleiben die Kitas sowie die weiteren von der Landesregierung erwähnten Einrichtungen auch in Lünen geschlossen“, sagte der Pressesprecher der Stadtverwaltung, Benedikt Spangardt.

Man habe am Freitagnachmittag noch alle Kitas erreicht, sowohl die städtischen Einrichtungen als auch die in anderer Trägerschaft. Insgesamt gibt es in Lünen 42 Kindertagesstätten.

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Ausnahmeregeln für Eltern in „kritischer Infrastruktur“

Ausnahmeregelungen gelten für Fälle, in denen beide Eltern oder Alleinerziehende in der von der Landesregierung so genannten „kritischen Infrastruktur“ arbeiten. Das habe die Stadtverwaltung auf Nachfrage in Erfahrung bringen können.

Kindertageseinrichtungen könnten den Betrieb für diese Fälle ab Montag zunächst aufrecht erhalten. Voraussetzung sei laut der Landesregierung, dass die Kinder keine Krankheitssymptome zeigen, nicht in Kontakt zu infizierten Personen stehen oder standen und sich nicht in einem Gebiet aufgehalten haben, das vom Robert Koch-Institut (RKI) aktuell als Risikogebiet ausgewiesen ist.

Stab der Stadt prüft Optionen am Samstag

Der Stab Außergewöhnliche Ereignisse (SAE) der Stadtverwaltung prüft die zur Verfügung stehenden Optionen und werde am Samstag entscheiden, wie diese vom Land geforderte Notbetreuung für Kinder, deren Eltern in der kritischen Infrastruktur arbeiten, in Lünen organisiert werden kann.

In „kritischer Infrastruktur“ arbeiten laut einer Pressemitteilung des Ministeriums für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration „Ärztinnen und Ärzte, Pflegepersonal und weiteres Personal, das notwendig ist, um intensivpflichtige Menschen zu behandeln“ sowie „Menschen die in Bereichen der öffentlichen Ordnung oder anderer wichtiger Infrastruktur“ tätig sind.

Ob und wie darüber ein Nachweis erbracht werden muss, war am Freitagabend laut der Stadtverwaltung noch unklar.

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