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Damit es auf dem Steag-Grundstück bald weitergeht: Ministerium verspricht Hilfe

Steag-Kraftwerk in Lünen

Was wird aus dem Steag-Gelände an der Moltkestraße in Lünen? Bei den Verhandlungen mit dem Betreiber des Kraftwerks Lünen wird sich das NRW-Wirtschaftsministerium als Moderator beteiligen.

Lünen

22.05.2019 / Lesedauer: 3 min
Damit es auf dem Steag-Grundstück bald weitergeht: Ministerium verspricht Hilfe

Das Steag-Kraftwerk in Lünen im März 2017. © Goldstein (A)

Dies kündigten Wirtschaftsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart und Staatssekretär Christoph Dammermann am Montagabend (20. Mai) bei einem Spitzentreffen mit Bürgermeistern und Landräten aus Steinkohleregionen an. Die Ruhrgebiets-Regionen hatten wiederholt auf ihre Betroffenheit beim Kohleausstieg aufmerksam gemacht.

Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns, der mit Landrat Michael Makiolla und Bürgermeister Lothar Christ (Werne) der Einladung nach Bottrop gefolgt war: „Wir nehmen diese Unterstützung gerne und dankbar an. Es darf nicht sein, dass wir – wie in der Stadt Voerde – über Jahre mit dem Betreiber verhandeln und sich nichts tut.“

Für Nachfolgenutzung dringend benötigt

Das Areal des im Dezember vergangenen Jahres stillgelegten Kraftwerks werde für eine Nachfolgenutzung dringend benötigt, so Kleine-Frauns: „Unser Vorrat an Gewerbeflächen tendiert gen Null.“

Damit es auf dem Steag-Grundstück bald weitergeht: Ministerium verspricht Hilfe

NRW-Wirtschaftsminister Pinkwart (vorne M.) und Staatssekretär Dammermann (dahinter) hatten unter anderem Bürgermeister Kleine-Frauns (hinten links) zum Spitzengespräch eingeladen. © MWIDE NRW

Seit über einem Jahr stehen Bürgermeister Kleine-Frauns und der Lüner Wirtschaftsförderer mit der Steag im Gespräch über diese Fläche. Eigentümer und damit ausschließlich verfügungsbefugt ist der Betreiber. Der ließ wissen: Das Areal wird nicht von heute auf morgen verfügbar sein, weil der Abriss der Kraftwerksbauten viel Zeit und Geld in Anspruch nehmen wird.

„Das Angebot hilft uns sehr“

Ob Lünen – wie auch andere betroffene Städte - für den Rückbau Fördermittel erhalten könnte, wird Gegenstand der nachfolgenden Gespräche mit der Landesregierung und dem Betreiber sein. Minister Pinkwart und Staatssekretär Dammermann wollen den Dialog mit den entsprechenden Kommunen – womöglich dann auch mit den Kraftwerksbetreibern bzw. Energieunternehmen - fortsetzen. Bürgermeister Kleine-Frauns: „Dieses Angebot des Ministeriums hilft uns sehr.“

Steag-Gründungsstandort

Das Kraftwerk an der Moltkestraße ist der Gründungsstandort der Steinkohlen-Elektrizität AG (STEAG). Nach fast 80 Jahren Stromproduktion sind die Steinkohlen-Blöcke 6 und 7 zum Jahresende 2018 endgültig vom Netz gegangen.

Der Steag-Geschäftsführer hatte sich Anfang Mai bei einer Veranstaltung in Lünen zum Standort in Lünen geäußert: „Das ist unser Standort, und der hat für uns einen Wert“, sagte Steag-Geschäftsführer Alfred Geißler in einer Talkrunde im Lüntec in Brambauer. „Wir haben hier Großbatteriespeicher und einen Netzanschluss.“ Der Standort verfüge damit über enorme Vorteile: „Wir werden sowohl die Speicher als auch den Anschluss brauchen, wenn wir künftig mehr Energie aus regenerativen Quellen gewinnen wollen.“ Es wäre Unsinn, derartige Voraussetzungen leichtfertig aus der Hand zu geben, so Geißler.

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