Das Ende einer Ära

St.-Marien-Hospital

LÜNEN Nach 144 Jahren endete am Freitag die Ära des Konvents der Ordensschwestern im St.-Marien-Hospital. Sie wurden mit einen bewegenden Abschiedsgottesdienst verabschiedet.

von Von Volker Beuckelmann

, 16.05.2009, 16:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Vor dem Dankgottesdienst trafen sich die fünf Ordensschwestern (Schwester Nemesia fehlte) mit Vertretern des St.-Marien-Hospitals zum Gruppenbild.

Vor dem Dankgottesdienst trafen sich die fünf Ordensschwestern (Schwester Nemesia fehlte) mit Vertretern des St.-Marien-Hospitals zum Gruppenbild.

Dechant Pfarrer Axel Heinekamp, dem es sichtlich schwer fiel, die Schwestern ziehen zu lassen, verlas ein Grußwort von Bischof Dr. Felix Genn. Darin kommt seine tief empfundene Dankbarkeit zum Ausdruck. So hätten die Schwestern durch Sachverstand, unermüdliche Tatkraft und menschliche Nähe großes Ansehen erworben. „In Lünen bleibt das Andenken für Ihren Einsatz. Gern erteile ich Ihnen meinen bischöflichen Segen“, so der Bischof. „Ihre Frucht bleibt. Den Gewinn Ihrer Arbeit dürfen wir behalten“, sagte Diakon Dr. Herrmann Opgen-Rhein, Krankenhaus-Seelsorger und sprach von einer 144-jährigen Erfolgsgeschichte. „Sie sind hier nicht als Mägde gewesen – Jesus nennt Sie Freundinnen.“ Durch ihre Begegnung mit Kranken, Leidenden, Sterbenden und suchenden Menschen sowie die Tätigkeiten in der Pflege hätten die Ordensschwestern dazu beigetragen, dass das St.-Marien-Hospital zu einem heilsamen Ort mit christlichem Profil geworden ist, betonten die Redner bei der Feierstunde, darunter Dr. Berthold Lenfers, stellv. Ärztlicher Direktor des Klinikums, Marie-Luise Stoverock, Pflegedirektorin i.R., sowie Geschäftsführer Axel Weinand. Er überreichte einen Scheck in Höhe von 5000 Euro, der für indische Mitschwestern gedacht ist. „Ich bedauere es, dass sie weggehen. Das ist etwas, das wegbricht und nicht mehr wiederkommt“, so der ev. Krankenhausseelsorger, Pfarrer Hartmut Gluche.

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