Das haben Lüner Schulen mit 9,7 Millionen Euro vor

Förderung des Landes

Die Stadt Lünen erhält bis 2020 9,7 Millionen Euro für seine Schulen. Bessere Ausstattung mit Internet und anderer Technik, dringend notwendige Plätze im Offenen Ganztag (Ogata), Sanierung von Toiletten - das sind einige Dinge, die davon bezahlt werden sollen. Das Geld stammt aus dem NRW-Förderprogramm „Gute Schule 2020“.

LÜNEN

, 27.01.2017, 12:18 Uhr / Lesedauer: 2 min
Das haben Lüner Schulen mit 9,7 Millionen Euro vor

Die Kardinal-von-Galen-Schule in Nordlünen ist einer von vier Standorten, an denen die Offene Ganztagsschule erweitert werden soll.

Aus dem Förderprogramm „Gute Schule 2020“ des Landes Nordrhein-Westfalen fließen der Lippestadt von diesem Jahr an bis 2020 jährlich rund 2,43 Millionen Euro zu. Das kündigte Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns Mittwoch im Beisein von Schuldezernent Horst Müller-Baß und dem Leiter der Schulverwaltung, Jürgen Grundmann, im Rathaus an. 

Konzept und Ratsbeschluss

Voraussetzung dafür ist ein Konzept, aus dem hervorgeht, für welche Maßnahmen das Geld verwendet werden soll. Dieser Verwendungsnachweis ist um einen entsprechenden Ratsbeschluss zu ergänzen. Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns bezeichnete das Förderprogramm als ein „Geschenk des Landes“.

Mit dem Geld könnten wichtige bildungspolitische Projekte umgesetzt und damit das Lernumfeld der Lüner Schüler nachhaltig verbessert werden. Kleine-Frauns äußerte die Hoffnung, auf diesem Wege auch die „viel zu hohe Jugendarbeitslosigkeit“ in der Lippestadt zumindest ein Stück weit reduzieren zu können.

Diese Maßnahmen sollen umgesetzt werden:

Wofür die Fördergelder verwendet werden sollen, steht fein säuberlich aufgelistet in einer Verwaltungsvorlage für die Sitzungen des Bildungs- und des Haupt- und Finanzausschusses im Februar. Abgesegnet werden sollen die Pläne der Schulverwaltung dann endgültig in der Ratssitzung am 2. März.

Geht es nach dem Willen der Verwaltung, dann fließen von den 9,7 Millionen Euro 1,47 Millionen Euro in die Verbesserung der schulischen IT. Dazu gehört laut Schuldezernent Horst Müller-Baß unter anderem der Ausbau der WLAN-Netze an den Schulen, die Schaffung einer zentralen Firewall-Struktur sowie die Ausstattung aller Fach- und Mehrzweckräume mit Präsentationstechnik. Diese Maßnahmen sollen weitestgehend noch dieses Jahr umgesetzt werden.

Familien müssen weiter warten

Mehr Geduld müssen Eltern und Alleinerziehende aufbringen, die für ihren Nachwuchs einen Ogata-Platz suchen. Was laut Jürgen Grundmann, Leiter der Schulverwaltung, schlichtweg daran liegt, dass die fest eingeplanten Erweiterungsbauten an den Offenen Ganztagsschulen Overbergschule, Kardinal-von-Galen-Schule, an der Schule auf dem Kelm sowie an der Matthias-Claudius-Schule / Gottfriedschule nicht von heute auf morgen realisierbar seien. „So ein Bau dauert schließlich seine Zeit“, sagte Jürgen Grundmann.

Zur Erinnerung: Ende vergangenen Jahres warteten rund 100 Familien auf einen Ogata-Platz. Dafür musste die Schulverwaltung im Bildungsausschuss ordentlich Kritik einstecken. Schuldezernent Horst Müller-Baß räumte ein, dass sich an der Platzsituation kaum etwas verändert habe.

Sanierung von Toiletten

Laut Verwaltungsvorlage sollen die geplanten rund 5,36 Millionen Euro teuren Erweiterungs-Bauten in den Jahren 2019 bis 2022 fertiggestellt sein. Erweitert werden sollen außerdem die Räumlichkeiten am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium. Dafür veranschlagt die Verwaltung 1,96 Millionen Euro. Zudem sollen mit den Landesgeldern die Toilettenanlagen an folgenden Schulen für 1,8 Millionen Euro saniert werden:

  • Grundschule auf dem Kelm
  • Grundschule am Lüserbach (Haupt- und Teilstandort)
  • Realschule Brambauer
  • Gymnasium Altlünen
  • Viktoriaschule

Mit der Sanierung der Toilettenanlagen soll teilweise noch in diesem Jahr begonnen werden. 2020 sollen alle Anlagen dann im neuen Glanz erstrahlen.

Wie aus der Verwaltungsvorlage weiter hervorgeht, sucht die Verwaltung immer noch ein Grundstück für den Bau einer neuen Grundschule in Lünen-Mitte. Dazu heißt es: „Sollte der Bau einer neuen Grundschule in Lünen-Mitte grundstückstechnisch möglich sein, sind die Kosten dafür im Haushalt der Stadt Lünen einzustellen.“ Zur Höhe der Kosten macht die Stadt in der Vorlage keine Angaben.

 

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