Das müssen Lüner beim Osterfeuer beachten

Von Anmeldung bis Aufsicht

Wer Mitte April ein Osterfeuer abbrennen will, muss gewisse Regeln einhalten - und sich bereits im März um die ordnungsgemäße Anmeldung bei der Start Lünen kümmern. Hier gibt es die wichtigsten Infos zum Thema: Vom Anmelden bis zum Beaufsichtigen.

LÜNEN

18.03.2017, 07:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Wenn die Formalitäten erledigt sind, steht einem schönen Osterfeuer nichts mehr im Wege. So wie bei diesem Prachtexemplar, das die Kolpingsfamilie Horstmar/Niederaden im vergangenen Jahr abbrannte.

Wenn die Formalitäten erledigt sind, steht einem schönen Osterfeuer nichts mehr im Wege. So wie bei diesem Prachtexemplar, das die Kolpingsfamilie Horstmar/Niederaden im vergangenen Jahr abbrannte.

Wie ist das Thema „Osterfeuer“ in Lünen geregelt?

Das Abbrennen von Osterfeuern ist in der Stadt Lünen seit dem 1. Januar 2010 durch eine Ordnungsbehördliche Verordnung geregelt. Danach ist es örtlichen Glaubensgemeinschaften, Vereinen, Parteien und Siedlungsgemeinschaften im Rahmen einer öffentlich zugänglichen Veranstaltung erlaubt, ein Osterfeuer durchzuführen.

Wann dürfen Osterfeuer überhaupt veranstaltet werden?

Osterfeuer dürfen generell am Samstag vor Ostern, am Ostersonntag oder Ostermontag, in der Zeit von 16 bis 24 Uhr, abgebrannt werden.

Bis wann muss man Osterfeuer bei der Stadt anmelden?

Das Abbrennen eines Osterfeuers muss spätestens bis 31. März schriftlich angemeldet werden: Stadt Lünen, Allgemeine Ordnungs- und Gewerbeangelegenheiten, Technisches Rathaus, Willy-Brandt-Platz 5, 44532 Lünen. Die Anmeldung muss folgende Angaben enthalten: Name und Anschrift des Veranstalters, Name und Mobilfunkerreichbarkeit einer volljährigen verantwortlichen Aufsichtsperson sowie genaue Angaben zu Ort und Zeit des Osterfeuers (mit einem beigefügtem Lageplan) und zur Art und Menge des Brennmaterials. Anmeldeschluss für Osterfeuer ist in diesem Jahr Freitag, der 31. März.

 

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

So schön waren die Osterfeuer 2016 in Lünen

In Lünen gab es auch 2016 wie jedes Jahr zahlreiche Osterfeuer. Bei einigen waren wir selbst mit der Kamera dabei. Doch auch unsere Leser waren fleißig und haben uns Fotos der verschiedenen Feuer zugeschickt.
28.03.2016
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Bauer Bernhard Kampmann (l.) sowie der stellvertretende Kirchenvorstandsvorsitzende von Herz-Jesu Brambauer Markus Fleischmann entzündeten am frühen Ostermontagabend das traditionelle Osterfeuer. Es war die 44. Auflage des Gemeinde-Ostetrfeuers auf dem Bauernhof Kampmann auf der Ortsgrenze zwischen Brambauer und Mengede.© Foto: Michael Blandowski
Auch beim BW Alstedde wurde das Osterfeuer im "Teamwork" entfacht.© Foto: Braun
Die Kolpingsfamilie Lünen-Horstmar/Niederaden freute sich am Ostersonntag über mehr als 100 Gäste beim großen Osterfeuer am Hof Elsermann Im Erlensundern (Niederaden). Bei strahlendem Sonnenschein war die Veranstaltung aus Sicht der Organisatoren ein voller Erfolg. Eine Attraktion für Kinder war Stockbrot. Die Kolpingjugend bot Waffeln an. Die Ostereier wurden von der CDU-Fraktion Lünen gespendet und von Kindern verteilt.© Foto: Volker Beuckelmann
Pfarrer Dr. Thomas Roddey entzündete am Ostersonntag nach einer Andacht in der St.-Joseph-Kirche das Osterfeuer auf der Wiese des Pfarrheims. Dabei assistierte ihm Marc (r.), der das Osterlicht als Kerze aus der Kirche mitbrachte. Seit rund 25 Jahren veranstaltet die Gemeinde mit tatkräftiger Unterstützung der KAB das Osterfeuer, das zahlreiche Besucher anlockte. Marianne Strauch und ihr Team sorgte für Kartoffelnbacken in heißer Asche. Zudem gab es Grillwürstchen und Getränke.© Foto: Volker Beuckelmann
Traditionell brannte es am Ostersonntag auch im Norden – zum Beispiel in Wethmar. Am alten Sportplatz an der Münsterstraße organisierte die dritte Kompanie des Schützenvereins Wethmar das alljährliche Osterfeuer. Ungefähr 750 Leute, darunter viele Kinder, schauten sich das Feuer an und kamen miteinander ins Gespräch. Bratwurst, Bier und Softdrinks standen ebenfalls für die Gäste bereit. Auch das Wetter spielte mit – nach den Regenfällen am Vormittag lachte am Abend die Sonne über Wethmar, sodass um kurz vor 18 Uhr das Feuer entfacht werden konnte. „Es ist ein Fest für alle und wie in jedem Jahr gut besucht“, zog Kompanieführer Thomas König dementsprechend ein positives Fazit.© Foto: Julian Beimdiecke
Michael Thews, Lüner Bundestagsabgeordneter, entzündete das Beckinghausener Osterfeuer des Löschzugs 2 der Freiweilligen Feuerwehr und der 5. Kompanie des Schützenvereins Lünen 1332, am Sonntag, auf dem Sportplatz in Beckinghausen. Wie in den vergangenen Jahren waren wieder zahlreiche Bürgerinnen und Bürger aus Beckinghausen zum Sportplatz gekommen.© Foto: Sven Weber
Eindrücke von den Osterfeuern des MGV am Grubenwehrheim am Samstag und von Wethmar am Sonntag. Die Fotos kommen von Werner Ziegler.© Foto: Werner Ziegler
Eindrücke von den Osterfeuern des MGV am Grubenwehrheim am Samstag und von Wethmar am Sonntag.© Foto: Werner Ziegler
Eindrücke von den Osterfeuern des MGV am Grubenwehrheim am Samstag und von Wethmar am Sonntag.© Foto: Werner Ziegler
Eindrücke von den Osterfeuern des MGV am Grubenwehrheim am Samstag und von Wethmar am Sonntag.© Foto: Werner Ziegler
Dieses Foto hat uns Gerd Hüneke zugeschickt. Es zeigt Pastor Christian Kluczynski und Küster Gerard Hilgert beim Entzünden des Feuers in der St. Barbara-Gemeinde in Brambauer.© Foto: Gerd Hüneke
Bei dem Feuer der St. Barbara-Gemeinde waren insgesamt 116 Zuschauer und Mitwirkende.© Foto: Gerd Hüneke
Weitere Eindrücke vom Osterfeuer in Brambauer.© Foto: Gerd Hüneke
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Was ist bei der Auswahl des Ortes für das Osterfeuer zu beachten?

Der Platz des Osterfeuers muss so gewählt werden, dass beim Abbrennen keine Gefahren oder erhebliche Belästigungen durch Luftverunreinigungen wie Rauchentwicklung oder durch Funkenflug eintreten. Insbesondere ist hierbei die Windstärke zu berücksichtigen.

Was muss man noch bedenken?

Zu Gebäuden, in denen sich Menschen aufhalten oder aufhalten können, zu öffentlichen Verkehrsflächen einschließlich Bahngleisen, Versorgungsleitungen und sonstigen baulichen Anlagen, einzeln stehenden Bäumen, Wallhecken, Windschutzanlagen, Feldgehölzen und Gebüschen ist jeweils ein Mindestabstand von 25 Metern einzuhalten. Zu Waldflächen und Naturschutzgebieten beträgt der Mindestabstand 100 Meter.

Wie groß darf das Feuer sein?

Generell darf das aufgeschichtete Brennmaterial ein Volumen von 100 Kubikmetern (m³) nicht überschreiten. Wenn sich die Feuerstelle in der Nähe von Wohngebäuden befindet, richtet sich das Volumen nach den Abständen. Es gelten folgende Beschränkungen:

5 Kubikmeter (m³) bei einem Abstand zwischen 25 und 30 m, 10 m³ bei einem Abstand zwischen 30 und 40 m, 20 m³ bei einem Abstand zwischen 40 und 50 m, 40 m³ bei einem Abstand zwischen 50 und 75 m, 60 m³ bei einem Abstand zwischen 75 und 100 m. Ist eine öffentliche Verkehrsfläche mindestens 25, aber nicht weiter als 50 Meter entfernt, schreibt die Stadt ein maximales Volumen von 40 m³ vor.

Was darf verbrannt werden?

Ausschließlich trockene pflanzliche Rückstände wie Hecken- und Baumschnitt, Schlagabraum oder Schnittholz. Als Hilfsmittel zum Anzünden dürfen nur Stroh oder Reisig eingesetzt werden.

Wie muss das Osterfeuer beaufsichtigt werden?

Das Feuer ist ständig von zwei Personen, davon eine über 18 Jahre alt, zu beaufsichtigen. Diese Personen dürfen den Abbrennplatz erst verlassen, wenn Feuer und Glut erloschen sind. Ausreichend Löschmittel sollen bereitgehalten werden. Zum Schutz der Kleintiere sollte das Brennmaterial frühestens 14 Tage vorher zusammengetragen werden; am Tag der Veranstaltung ist es vor dem Entzünden umzuschichten.

Wo gibt es weitere Informationen?
Für Auskünfte und Rückfragen steht Martin Tamsel, Abteilung Allgemeine Ordnungs- und Gewerbeangelegenheiten, Tel. (02306)1041728, gerne zur Verfügung.

 

 

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