Das müssen Sie zur Bürgermeister-Stichwahl wissen

Möller oder Kleine-Frauns?

Aus dem Sechskampf ist ein Zweikampf geworden: Am Sonntag, 27. September, wählen die Lüner in einer Stichwahl ihren neuen Bürgermeister. Wird es der Rolf Möller, der Kandidat von der SPD? Oder macht Jürgen Kleine-Frauns von der GFL das Rennen? Wir fassen die wichtigsten Informationen zusammen.

Lünen

, 26.09.2015, 06:29 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wer steht am Sonntag zur Wahl? In der Reihenfolge auf dem Stimmzettel: Rolf Möller (SPD) und Jürgen Kleine-Frauns (GFL).

Warum kommt es überhaupt zur Stichwahl? Bei der ersten Wahl am 13. September holten Rolf Möller und Jürgen Kleine-Frauns die meisten Stimmen der sechs Bewerber um das Bürgermeister-Amt. Da aber keiner die absolute Mehrheit schaffte (mehr als 50 Prozent der abgegebenen Stimmen), sieht das Wahlgesetz die Stichwahl vor. Die vier anderen Bewerber sind aus dem Rennen.

Wie ist die Ausgangslage? Für Möller stimmten am 13. September 8360 Wähler, was 37,01 Prozent der gültigen Stimmen entspricht. Kleine-Frauns holte 7469 Stimmen. Das waren 33,07 Prozent. Möller hatte also einen Vorsprung von fast 900 Stimmen oder knapp vier Prozentpunkte.

Was heißt das für die Stichwahl? Dass Rolf Möller von der Papierform her als leichter Favorit ins Rennen geht. Viel hängt aber von der Wahlbeteiligung ab und wie es den beiden Kandidaten gelingt, Wähler zu mobilisieren.

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Die Wahlbeteiligung am 13. September war mit 33,83 Prozent extrem niedrig. Was ist für Sonntag zu erwarten? Manche Wahlforscher gehen für Stichwahlen von einer nochmals sinkenden Wahlbeteiligung aus. Andererseits könnte die spannende Ausgangslage auch mehr Wähler in die Wahllokale locken.

Worauf kommt es besonders an? Zum Beispiel darauf, wie sich diejenigen Wähler verhalten, die am 13. September einem der anderen vier Bewerber ihre Stimme gegeben haben. Entscheiden sie sich jetzt für Kleine-Frauns oder Möller oder wählen viele vielleicht gar nicht mehr, weil ihr Favorit raus ist? Immerhin geht es dabei um ein Volumen von fast 6800 Stimmen. So viele hatten am 13. September Arno Feller (CDU), Eve Berger (USB), Mike Bittmann und Michel Böhm (beide Einzelbewerber) zusammen auf sich vereinigt.

Gibt es im Vorfeld der Stichwahl Wahlempfehlungen? SPD und GFL unterstützen natürlich ihre beiden Kandidaten. Von den anderen Parteien und Fraktionen im Rat gibt es offiziell keine Wahlempfehlung. Ratsmitglied Sandra Dee-Schülken (Die Linke) hat zur Wahl von Jürgen Kleine-Frauns aufgerufen. Eve Berger, Mike Bittmann und Michael Böhm sind ebenfalls für Kleine-Frauns. Bittmann hat sogar einen Wahlaufruf für Kleine-Frauns auf seine Plakate geklebt.

Wer ist am Sonntag wahlberechtigt? Deutsche und EU-Bürger, wenn sie mindestens 16 Jahre alt sind. Insgesamt fast 67.500 Lüner.

Was benötige ich für die Wahl? Die Wahlbenachrichtigung vom 13. September. Sie gilt weiter. Wer sie nicht mehr hat, kann einfach mit Personalausweis oder Reisepass wählen gehen. Das Wahllokal ist dasselbe wie am 13. September. Briefwahl-Stimmen müssen bis spätestens Sonntag, 16 Uhr, im Rathaus vorliegen. Am linken Seitenflügel des Rathauses gibt es dafür einen Briefkasten.

Was passiert, wenn beide Stichwahl-Kandidaten genau dieselbe Stimmenzahl bekommen? Dann entscheidet laut Wahlgesetz NRW das Los. Der noch amtierende Bürgermeister Hans Wilhelm Stodollick zieht in seiner Funktion als Wahlleiter das Los.

Wie läuft der Wahlabend im Rathaus ab? Nach Schließung der Wahllokale um 18 Uhr werden im Rathausfoyer Zwischenergebnisse und das Endergebnis präsentiert. Auch die beiden Kandidaten werden im Rathaus erwartet.

Gibt es die Ergebnisse auch im Internet? Ja, auf der Seite der Stadt Lünen

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