Am Mittwoch (12. August) beginnt an den Grundschulen der erste Schultag nach den Ferien. Neben den üblichen Hygieneregeln legt jede Schule ihre eigenen Regeln fest. Wir geben den Überblick.

Lünen

, 11.08.2020, 19:30 Uhr / Lesedauer: 3 min

Wenn die Grundschüler am Mittwoch am ersten Tag nach den Ferien die Schulen betreten, müssen die Kinder einiges beachten. Vor allem auf die 813 Erstklässler kommen einige Veränderungen zu.

Maskenpflicht gilt nicht am Platz

Mit Start des neuen Schuljahres sollen die Klassen wieder nach dem üblichen Stundenplan unterrichtet werden. Damit das möglich ist, gab das Schulministerium ein Konzept bekannt, das auch für alle Lüner Grundschulen gilt.

Auf dem gesamten Schulgelände und im Gebäude ist das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung für die Kinder Pflicht. Einzige Ausnahme: Sitzen die Schüler an ihrem Platz in der Klasse, dürfen sie den Schutz abnehmen.

Lehrer dürfen im Unterrichtsraum auf eine verzichten, wenn sie einen Abstand von 1,5 Metern zu den Schülern einhalten.

Das Händewaschen bei Betreten des Klassenraumes ist in den meisten Schulen in den Schulalltag integriert.

Anwesenheit wird dokumentiert

Um mögliche Infektionsketten nachvollziehen zu können, soll es in den Klassen feste Sitzordnungen geben. In jeder Unterrichtsstunde muss die jeweilige Anwesenheit der Schüler dokumentiert werden.

Was gilt für Kinder, die zur Risikogruppe gehören? „Die Eltern entscheiden, ob für ihr Kind eine gesundheitliche Gefährdung durch den Schulbesuch entstehen könnte“, heißt es dazu vom Schulministerium. Die Schule kann ein ärztliches Attest verlangen.

Gleiches gilt für Kinder, die vom Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung befreit sind. Wie mit diesen Schülern verfahren wird, entscheidet die Schule. In der Regel werden sie dann vom Präsenzunterricht befreit und bekommen – wenn möglich – alternative Unterrichtsmöglichkeiten angeboten.

Sportunterricht findet draußen statt

Nicht jede Unterrichtsstunde kann im üblichen Rahmen stattfinden. So soll der Sportunterricht bis zu den Herbstferien ausschließlich im Freien stattfinden. Kontaktsport wie Fußball soll vermieden werden.

Der Musikunterricht darf zwar grundsätzlich stattfinden, gemeinsames Singen in geschlossenen Räumen ist allerdings verboten. Sämtliche Unterrichtsräume müssen durchlüftet werden können. Räume, in denen das nicht möglich, dürfen nicht für den Unterricht genutzt werden.

Gesundheitsamt entscheidet über Maßnahmen

Schüler, die typische Corona-Symptome aufweisen, sollen von der Schulleitung nach Hause geschickt werden. Zusätzlich wird durch die Schule Kontakt mit dem Gesundheitsamt aufgenommen.

Sollte es zu einem bestätigten Corona-Fall in einer Schule kommen, entscheidet das Gesundheitsamt über weitere Maßnahmen. Je nach örtlicher Gegebenheit werden in der betroffenen Klasse oder der gesamten Schule Corona-Tests durchgeführt. Eine Schließung der Schule kann dann ebenfalls angeordnet werden.

In den zwölf Lüner Grundschulen gelten jedoch teilweise ergänzende Regelungen:

Leoschule
Die Abstandsregeln können in den Treppenhäusern nicht eingehalten werden. Um dort Gedränge zu vermeiden, werden die Schüler vor Schulbeginn und nach der Pause von einer Lehrkraft abgeholt und in die Klassen gebracht. Hierzu bekommt jede Klasse auf dem Schulhof einen Aufstellplatz zugewiesen.

In den Räumen der Offenen Ganztagsschule herrscht Maskenpflicht. Die bisherige Abholregelung entfällt dort, sodass die Kinder zu jeder Zeit nach schriftlicher Abmeldung nach Hause gehen dürfen.

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Osterfeldschule
Für den Umgang mit Kindern, die von der Maskenpflicht befreit sind, wurde eine AG gebildet. Für diese Schüler soll Unterricht aus der Distanz ermöglicht werden.

Um einen zu großen Andrang zu Unterrichtsbeginn zu vermeiden, dürfen die Schüler zwischen 7.45 und 8 Uhr beginnen. Im Teilstandort in der Virchowstraße startet der Unterricht zwischen 7.55 und 8.10 Uhr. In den Pausenzeiten auf dem Schulhof gibt es keine Trennung der Klassen.

Overbergschule
Die Vorgaben des Landes zur Maskenpflicht sollen getestet werden, bei Bedarf prüft eine eingerichtete „Steuergruppe Corona“ die Umsetzung eines eigenen Konzeptes. Die einzelnen Jahrgänge machen ihre Pausen getrennt auf zwei Schulhöfen.

Schule am Lüserbach
Hier werden die Vorgaben laut Schulleitung wie gefordert umgesetzt, es findet weitestgehend ein normaler Schulbetrieb statt.

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Kardinal-von-Galen-Schule
Die Schulleitung teilt lediglich mit: „Die den Eltern auf Grundlage der Schulmails bekannten Maßgaben werden fortgeführt und um die im Faktenpapier gemachten Vorgaben ergänzt/ersetzt.“

Viktoriaschule
In den ersten beiden Unterrichtswochen starten die Zweitklässler um 9 Uhr in den Schultag, die Jahrgänge 3 und 4 beginnen bereits um 8.15 Uhr.

Schule Am Heikenberg
Das regelmäßige Händewaschen soll laut Elternbrief in naher Zukunft aus „zeitlich-organisatorischen“ Gründen durch die Benutzung von Desinfektionsmitteln ersetzt werden.

Die Kinder sollen eine Dose zur Aufbewahrung der Mund-Nase-Bedeckung mit in die Schule bringen. Zutritt in die Schule haben nur befugte Personen mit Einladung, spezieller Erlaubnis oder Termin.


Gottfriedschule
Die Gottfriedschule äußerte sich nicht zu ergänzenden Regelungen und stellt dazu auch keine Informationen auf der eigenen Internetseite zur Verfügung.

Matthias-Claudius-Schule
Die Frühbetreuung entfällt ab dem 17. August. Für bereits angemeldete Kinder findet sie in der ersten Unterrichtswoche noch statt. Alle Kinder kommen zwischen 7.45 Uhr und 8 Uhr zur Schule und gehen direkt in den Klassenraum.

Die Jahrgänge 2 und 4 betreten das Gebäude über den Schulhof durch den Matthias-Claudius-Eingang, die Klassen 1b, 3a, 3b über die Außentreppe an ihren Klassen und die Klasse 1a über den Lehrereingang in der Wehrenboldstraße.

Der Schwimmunterricht findet für das 3. Schuljahr eingeschränkt statt. Ob und wie der herkunftssprachliche Unterricht in diesem Schuljahr stattfindet, ist noch nicht entschieden.

Schule Auf dem Kelm
Die Schule informiert die Eltern der Erstklässler am Einschulungstag über den Ablauf der kommenden Schulwochen.

Elisabethschule
Es gibt gestaffelte Anfangszeiten des Unterrichts, beginnend mit den vierten Klassen um 7.45 Uhr. Im 15-Minuten-Takt starten dann die anderen Jahrgänge. Die Erstklässler beginnen dann um 8.30 Uhr mit dem Unterricht.

Zwei Wochen nach Schulbeginn soll es dann separate Eingänge für jeden Jahrgang geben.


Wittekindschule
Bei einem Schnupfen soll das betroffene Kind zwei Tage zu Hause bleiben. Nach Urlaub in einem Risikogebiet dürfen Kinder erst nach Vorlage eines negativen Corona-Tests in die Schule kommen. Die Schule empfiehlt zudem, dass das Kind für zwei Wochen nach Urlaubsende zu Hause bleibt.

In der ersten Schulwoche gelten für die Jahrgänge unterschiedliche Unterrichtszeiten.

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