Dauerbaustelle liegt bis zum Frühjahr auf Eis

An der Bäckerstraße

Seit gut einem Jahr liegt die Bushaltestelle an der Bäckerstraße brach. Im Streit um die absackende Fahrbahn mit der dafür verantwortlichen Firma musste die Haltestelle gesperrt bleiben. Der Streit ist nun beigelegt. Die Baustelle aber bleibt.

LÜNEN

, 30.11.2015 / Lesedauer: 3 min
Dauerbaustelle liegt bis zum Frühjahr auf Eis

Die Bauarbeiten an der Bäckerstraße gehen erst im Frühjahr weiter.

Noch bis zum Frühjahr wird die Haltestelle gesperrt bleiben müssen. Das erklärte Matthias Buckesfeld, technischer Beigeordneter, am Montag auf Anfrage. Es habe eine Vereinbarung mit der Firma gegeben, sagt Buckesfeld: „Zur Vermeidung eines Rechtsstreits.“

Die Firma war 2012 für die Sanierung der durch Busse hoch belastete Bäckerstraße verantwortlich. Daraufhin sackte die Fahrbahn zwischen Fahrbahn und Haltestelle ab – ein Schaden von mehreren 10.000 Euro. Die Firma erkannte die Mängel nicht an, wollte nicht zahlen, doch man einigte sich auf einen Gutachter. Und seitdem hält der Bus nicht mehr an der Bäckerstraße.

Stadt muss noch einmal draufzahlen

In der jetzt gefundenen Einigung sind offenbar beide Seiten Kompromisse eingegangen: „Die Firma tut einerseits deutlich mehr als sie ursprünglich musste“, sagt Buckesfeld. Andererseits müsse die Stadt nun auch noch einmal draufzahlen. Denn auch wenn ein teurer Rechtsstreit vermieden wurde – am Ende werde die neuerliche Sanierung die Stadt wohl noch einmal einen mittleren fünfstelligen Betrag kosten.

Den Lüner Peter Korte ärgert, dass die Sanierung erst im Frühjahr beginnt, das sei schlecht für das Weihnachtsgeschäft in der Fußgängerzone. Außerdem sei die Situation an der Ersatzhaltestelle Lange Straße für alte und behinderte Menschen schwierig – gerade in der dunklen Winterzeit.

Die gesperrte Haltestelle an der Bäckerstraße war extra für Menschen mit Einschränkungen gestaltet worden. Es gibt einen erhöhten Bordstein, auf Knopfdruck können Menschen mit Sehstörung sogar den Fahrplan hören. „Ich finde das unbegreiflich, dass die das nicht vor Weihnachten gemacht haben“, schließt Korte.

Gründe für den Aufschub ins Frühjahr

Die Terminierung auf das Frühjahr habe jedoch mehrere Gründe, sagt Buckesfeld. Zum einen bräuchte man für die Sanierung stabiles, wärmeres Wetter. Außerdem könne der Busverkehr im neuen Jahr wieder über die dann fertiggestellte Brücke an der Graf-Adolf-Straße laufen – während die Bäckerstraße für die Sanierung gesperrt werden muss.

Dort muss dann erst das Pflaster wieder entfernt werden, bevor die darunter liegende Schicht „verdichtet“ werden kann. Erst dann kann die Firma wieder pflastern – und die Haltestelle wieder in Betrieb gehen.

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