Defekte Gasflasche löste Explosion aus

Großbrand

Nach einer Gasexplosion und einem Großbrand in einer Halle der Autoteile-Firma R. Imberg in Brambauer meldete sich am Freitagabend einer der beiden verletzten Arbeiter in der Redaktion. Nicht ein defektes Schweißgerät, sondern eine kaputte Propangasflasche hatte die Explosion ausgelöst.

LÜNEN

von Von Dieter Hirsch und Wiebke Karla

, 07.01.2011, 19:06 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Messung der Schadstoffbelastung in der Luft ergab nichts Gesundheitsgefährdendes, also gab es am Nachmittag Entwarnung. Die Polizei schätzt den Sachschaden auf eine halbe Million Euro.  Am Freitagmorgen waren Polizei und Feuerwehr mit über 100 Kräften vor Ort. Es gab zwei Verletzte. Bei den beiden Männern handelt es sich um Angestellte der Autoteile-Firma R. Imberg. Die Halle wird aber offenbar auch von anderen Unternehmen genutzt. Vermutete Ursache der Explosion und des Brandes ist ein defektes Schweißgerät. Die beiden Angestellten der Firma Imberg waren um 8.20 Uhr mit Schweißarbeiten beschäftigt, als es eine Verpuffung gab, durch die die beiden Männer verletzt wurden. Sie wurden ins Krankenhaus gebracht.

Eine dicke, schwarze Rauchwolke hing am Freitagmorgen über dem Ortskern von Brambauer und war Kilometer weit zu sehen. Die Feuerwehr kämpfte noch den ganzen Tag über immer wieder mit den hochschlagenden Flammen. Im Einsatz waren rund 90 Feuerwehrleute und alle Lüner Löschzüge - mit Ausnahme eines Bereitsschaftszuges an der Hauptwache. Unterstützt wurden sie von Einsatzkräften des Kreises Unna, unter anderem war ein Atemschutztrupp des Kreises vor Ort.

Der benachbarte Rewe-Markt musste evakuiert und geschlossen werden. Erst am späten Nachmittag hatte er wieder geöffnet. Allerdings ist ein Großteil des frischen Obstes und Gemüses durch den Rauch verdorben worden - der Marktbetreiber sprach von etwa 70 Prozent. Es war zum Verkauf nicht mehr geeignet.

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