Deko-Läden in Lünen spüren Konkurrenz der Discounter

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Der Deko-Einzelhandel hat es durch Discounter-Ketten mit vielen Filialen und günstigen Preisen zunehmend schwerer. Ans Aufhören denken die Lüner Deko-Läden trotz Konkurrenz aber nicht.

Lünen

, 15.12.2019, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Weihnachtszeit ist die umsatzstärkste Zeit des Jahres für Deko-Läden jeglicher Art. Kein Wunder: Überall glitzert und blinkt es, es werden Deko-Artikel verschenkt und auch der Tannenbaum möchte schließlich geschmückt werden. Doch der klassische Dekorations-Einzelhandel bekommt zunehmend Konkurrenz: Günstige Discounter wie Action, Kik, Nanu-Nana und Co. können die Ware in größeren Mengen bestellen und zu günstigeren Preisen anbieten. Das bekommen privat geführte Deko-Geschäfte zu spüren - auch in Lünen.

Vorteil durch persönliche Beratung

„Dieses Jahr merken wir schon, dass weniger Deko bei uns gekauft wird“, sagt Heike Schmidt von Präsente Eckmann. Bestimmte Artikel würden im Vergleich zur Vergangenheit nicht mehr so gut laufen - Schmidt vermutet, dass das auch an der billigeren Konkurrenz liegt. Die Verkäuferin arbeitet dort seit der Eröffnung des Deko- und Spirituosenladens in der Bäckerstraße. Die große Bandbreite durch Geschenkartikel und Liköre sei in ihrem Fall wichtig: „Nur von der Deko bei uns im Geschäft könnten wir nicht leben.“ Viele Kunden würden zu Filialen von großen Ketten gehen, die durch größere Bestellmengen preislich im Vorteil sind und mit günstigen Angeboten locken. Auch in Lünen gibt es einige davon.

Was die Kunden im Deko-Laden dennoch schätzen: Die persönliche Beratung - denn die gibt es im Discounter natürlich nicht. „Das bringt und hält die Kundschaft“, so Schmidt. Viele ihrer Kunden würden beim Stöbern immer etwas finden - gerade kleinere Geschenk- und Dekoartikel würden weiterhin gut laufen. Ähnlich sieht das auch Günter Beutler von 3 design. Das Deko-Geschäft befindet sich nur wenige Häuser weiter in der Bäckerstraße - allerdings gibt es den Laden schon seit über 20 Jahren.

Qualität und Marken trotzdem noch wichtig

Auch Beutler hat in dieser Zeit gemerkt, dass einige Kunden zur billigeren Konkurrenz gehen - vor allem bei kleinen, niedrigpreisigen Artikeln wie beispielsweise Windlichtern. Größere und teurere Produkte würden hingegen nach wie vor die meisten Kunden bei ihm im Laden kaufen: „Da haben wir einfach eine bessere Qualität und viele Kunden achten auch auf die Marken“, erklärt Günter Beutler. Aus diesem Grund läuft sein Geschäft auch immer noch gut - ans Aufhören denkt er wegen der Discounter-Konkurrenz noch lange nicht.

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