"Delfin 4": Nur 227 Kinder haben Förderbedarf

12.07.2007, 17:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Lünen Kritik an "Delfin 4" übt jetzt Ludger Trepper, Leiter des Fachbereichs Kinder-Jugend-Familie. Bei der zweiten Runde der Sprachstandserhebung, zu der 523 von 869 vierjährigen Kindern eingeladen worden waren, wurde bei lediglich 227 Mädchen und Jungen ein zusätzlicher Förderbedarf festgestellt.

Trepper kritisiert das seiner Meinung nach "unpräzise Verfahren zur Sprachstandsfeststellung nach der Methode Delfin 4", die jetzt im Kreis Unna überwiegend abgeschlossen wurde.

Das Ergebnis nach der zweiten Runde gibt nach Treppers Erkenntnis nicht den wahren Förderbedarf wieder, denn in den Kindergärten wurde ein Sprachförderungsbedarf für 360 Kinder ermittelt. Ähnlich hatte sich auch schon vor einiger Zeit seine Stellvertreterin Beanka Ganser geäußert.

"Lünen ist in der glücklichen Lage, seit drei Jahren flächendeckend strukturierte Beobachtungen der Sprachkompetenz nach Methoden des bayrischen Staatsinstituts für Frühpädagogik durchzuführen und somit über qualifizierte Daten zum Sprachförderbedarf der Kinder zu verfügen", so Trepper. "Diese Abweichung von 133 Kindern, die ohne die kommunale Sprachförderung keine Förderung nach Delfin 4 erhalten würden, ist nicht akzeptabel", fährt Trepper fort.

Der Fachbereichsleiter kündigt die Kontaktaufnahme mit dem Schulministerium in Düsseldorf an, um sowohl die Kritik am bisherigen Verfahren und der Methodik als auch die konkreten systematischen Erfahrungen, die man in Lünen in den vergangenen drei Jahren gemacht hat, einzubringen.

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