Der Preußenbahnhof Lünen ist nun offiziell eröffnet

Modernisierung voller Ärger

Nach langen Verzögerungen und einigen Pannen ist der Umbau des Preußenbahnhofs endlich abgeschlossen. Bei der offiziellen Eröffnung zeigte sich der stellvertretende Bürgermeister Arno Feller entsprechend erleichtert. Wir haben die Fotos dazu. Ärger hat es während der Modernisierung viel gegeben. Und der ist noch nicht zu Ende.

LÜNEN

, 17.02.2017, 17:06 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der Preußenbahnhof Lünen ist nun offiziell eröffnet

Jetzt passt es: Zu den kuriosen Pannen wärhend des Umbaus des Preußenbahnhofs gehörte auch der Bahnsteig. Dieser musste neugebaut werden, weil Abstand und Höhenunterschied zu den Gleisen nicht stimmten.

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Das war die Eröffnung des Preußen-Bahnhofs

Nach langen Ärgernissen rund um die Modernisierungsmaßnahmen des Preußen-Bahnhofs wurde die Bahnstation nun endlich eröffnet. Der Aufzug funktioniert allerdings immer noch nicht.
17.02.2017
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Der Preußenbahnhof wurde nach mehrjähriger Bauphase nun offiziell wiedereröffnet.© Foto: Felix Püschner
Schmierereien gibt es am Bahnhofsgebäude allerdings immernoch.© Foto: Felix Püschner
Vertreter der Deutschen Bahn, Architekten und Kommunalpolitiker kamen zur offiziellen Eröffnung. Um auf den Vahnsteig zu kommen, mussten sie allerdings die Treppe nehmen...© Foto: Felix Püschner
... der Aufzug funktioniert nämlich derzeit (mal wieder) nicht.© Foto: Felix Püschner
Im Bahnhofsgebäude sind viele Geschäfte, darunter eine Bäckerei, ein Sonnenstudio und ein Friseur.© Foto: Felix Püschner
Thomas Gemke (l.) vom NWL und der stellvertretende Bürgermeister Arno Feller (r.) sprachen bei der orffiziellen Eröffnung des Bahnhofs.© Foto: Felix Püschner
Auch die Unterführung wurde modernisiert. Anstatt eines dunklen Tunnels, gibt es nun einen Gang mit großen Fenstern.© Foto: Felix Püschner
Vertreter der Deutschen Bahn, Architekten und Kommunalpolitiker kamen zur offiziellen Eröffnung.© Foto: Felix Püschner
Auf den Bahnsteigen bietet sich nun ein ansprechenderes Bild als früher.© Foto: Felix Püschner
Nicht nur die Höhe des Bahnsteigs stimmt jetzt. Auch ein Wetterschutz für wartende Fahrgäste sowie eine Beleuchtung wurden gebaut.© Foto: Felix Püschner
Auf den Bahnsteigen bietet sich nun ein ansprechenderes Bild als früher.© Foto: Felix Püschner
Jetzt passt es: Zu den kuriosen Pannen wärhend des Umbaus des Preußenbahnhofs gehörte auch der Bahnsteig. Dieser musste neugebaut werden, weil Abstand und Höhenunterschied zu den Gleisen nicht stimmten.© Foto: Felix Püschner
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Bei der Eröffnung sagte Arno Feller: „Man fühlt sich wie ein Häuslebauer. Die Ärgernisse, die wir während der Bauzeit hatten, sind vergessen. Die Freude überwiegt.“ Die ersten Arbeiten hatten bereits Ende 2013 begonnen. Die damaligen Planungen sahen den Abschluss der Sanierungsarbeiten bis Januar 2015 vor. Doch weil unter anderem die Baupläne der Bahn nicht mit den Gebäuden am Gleis übereinstimmten – einen Personentunnel und eine Treppe hatten die Planer zunächst nicht auf dem Schirm –, kam es sowohl zu einem erhöhten Kosten- als auch Zeitaufwand.

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Viele Veränderungen

Der nächste Fauxpas: Nach dem Neubau des Bahnsteigs stellte die Bahn fest, dass Abstand und Höhenunterschied zwischen Bahnsteig und Gleisen nicht stimmten. Die Folge: Teile des Bahnsteigs mussten zurück- und neugebaut werden.

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Neuer Eingangsbereich - mit Überdachung

Nun sieht es am Bahnhof wieder wesentlich geordneter aus. Keine Baustellenschilder oder Absperrungen mehr, stattdessen ein passgenauer Bahnsteig mit Wetterschutz, Beleuchtung und Wegeleitsystem. Und auch unterhalb der Gleise hat sich einiges getan. So ist unter anderem aus dem einst düsteren „Tunnel“ zu den Gleisen ein heller Durchgang mit Seitenfenstern geworden. Am nun überdachten Eingangsbereich des Gebäudes haben verglaste Stahltüren die alten schweren Holztüren ersetzt.

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Bahnhof müsse gegen Vandalismus geschützt werden

Die sollen laut Architekt Robert Weiß auch dem Frust enttäuschter BVB-Fans standhalten. „Bei einer Niederlage wird mit Bahnhöfen in der Regel nämlich nicht besonders gut umgegangen“, erklärte Weiß, der bei der offiziellen Eröffnung mit Vertretern der Deutschen Bahn, Verkehrsverbund Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) und der kommunalen Politik anlässlich des erneut defekten Aufzugs auch einen gut gemeinten Ratschlag parat hatte: Wenn man schon aus Kostengründen auf eine Videoüberwachung verzichte, müsse man sich über andere Lösungen Gedanken machen, um den Aufzug vor Vandalismus zu schützen.

„Der defekte Aufzug ist ja inzwischen ein Dauerzustand. Wenn das so bleibt, wird er irgendwann ganz abgeschaltet – und dann war‘s das mit der Barrierefreiheit“, so Weiß.

Weitere Maßnahmen stehen an

Dass der Preußenbahnhof nun für lange Zeit von Baumaßnahmen verschont bleibt, ist übrigens eher unwahrscheinlich. NWL und Stadt streben die Wiedereröffnung der Personenunterführung zur Bebelstraße an. Mit dem neuen West-Zugang soll die Möglichkeit geschaffen werden, den Bahnhof direkt mit dem Stadtteil Lünen-Süd zu verbinden und eine weitere Park & Ride-Station zu errichten. Eine Machbarkeitsstudie liegt dazu bereits vor.

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