Die Hygiene-Abteilung des Lüner Klinikums zieht um

Nach Werne

Die OP-Bestecke des Klinikums Lünen werden künftig in Werne keimfrei gereinigt: In der Nachbarstadt soll eine neue zentrale Sterilisationsabteilung gebaut werden. Dafür investiert der Klinikverbund dort mehr als vier Millionen Euro.

LÜNEN

, 28.12.2015, 05:21 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Hygiene-Abteilung des Lüner Klinikums zieht um

Die zentrale Sterilisationsabteilung des Lüner Klinikums zieht nach Werne.

4,8 Millionen Euro investiert der Klinikverbund am Standort des St.-Christophorus-Krankenhauses in der Nachbarstadt. „Alle Arbeitsplätze bleiben erhalten“, sagt Geschäftsführer Axel Weinand. 11 Mitarbeiter aus Lünen wechseln künftig nach Werne.

„Absehbar werden sich die Hygienebedingungen weiter verschärfen“, so Weinand. Früher oder später hätte man in die Sterilisations-Abteilungen beider Häuser investieren müssen. Es gab Überlegungen, einen Fremdversorger zu beauftragen oder in den einzelnen Kliniken nachzurüsten. Weil in Werne durch den Umzug der Küche nach Lünen im Jahr 2013 Platz war, fiel die Entscheidung zugunsten einer gemeinsamen Sterilisationsabteilung für beide katholischen Häuser.

Wie kommen die Bestecke hin und zurück?

„Wir haben das mit den betroffenen Mitarbeitern besprochen“, sagt Weinand. Die Fahrzeit nach Werne beträgt etwa 20 Minuten. So lange werden auch die OP-Bestecke täglich unterwegs sein. Ein Kleintransporter bringt sie zur Reinigung hin und holt sie sterilisiert und verpackt wieder ab.

Als „hochkomplexen Prozess“ bezeichnet Weinand das mehrstufige Hygieneverfahren. Für verschiedene Operationen werden spezielle Geräte gebraucht und wieder keimfrei aufbereitet. Alles werde genau dokumentiert.

Die Bau-Planungen haben bereits begonnen. Gespräche mit der Gesundheitsbehörde des Kreises Unna werden geführt. Im Sommer 2016 sollen die Arbeiten am Zentralsteri starten und ein Jahr später fertig sein. Die 4,8 Millionen Euro sind die größte Einzel-Investition in der Geschichte des 1974 gebauten St.-Christophorus-Krankenhauses. Die Kosten erklären sich laut Weinand vor allem durch spezielle Lüftungstechnik und Elektroinstallation. 

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