Die neue Lüner Radstation: Das müssen Sie wissen

Fragen und Antworten

Die Arbeiten am Neubau der Radstation am Lüner Hauptbahnhof haben am Montag begonnen. Schon bald soll sie wieder in neuem Glanz erstrahlen. Was ist der Grund für die Modernisierung? Und was kostet sie? Wir beantworten die wichtigsten Fragen zum Thema.

LÜNEN

, 05.07.2017, 19:06 Uhr / Lesedauer: 3 min

Was passiert während der Bauarbeiten?

Die Station bekommt nicht nur ein neues und modernes Design, sondern wird auch vergrößert. Rund 100 Stellplätze mehr bekommt die neue Radstation und bietet damit insgesamt 280 Fahrrädern Platz.

 

Fallen wegen der Erweiterung Parkplätze für Autos weg und wenn ja wie viele?

Ja, es werden die sieben Parkplätze wegfallen, die derzeit als Frauenparkplätze ausgeschildert sind. Wenn Bedarf sei, so eine Stadtsprecherin, würde man später andere Plätze speziell für Frauen ausschildern. Da die Stadt den Parkplatz aber nicht offiziell bewirtschaftet, gebe es keine Handhabe, wenn dort auch Männer parken. Geplant ist außerdem eine Erweiterung des Parkplatzes um voraussichtlich 30 Plätze. Ob diese dann als Park & Ride-Plätze ausgeschildert werden, stehe noch nicht fest, so die Stadtsprecherin am Mittwoch auf Anfrage.

Ändert sich auch etwas beim Servicebereich der Radstation?

Der Servicebereich des Betreibers „DasDies“, ein Tochter-Unternehmen der Arbeiterwohlfahrt (AWO), zieht nach Bauende aus den bisherigen Containern in ein neues vorgelagertes Gebäude um. Auch die Werkstatt wird dort untergebracht.

 

Was ist der Grund für die Modernisierung der Radstation?

Mit der umfangreichen Modernisierung will die Stadt Lünen dem gestiegenen Bedarf nach sicheren und wetterfesten Radparkplätzen nachkommen. „Für die Stadt Lünen ist dieses Projekt ein ganz wichtiger Baustein bei der Förderung des Radverkehrs und ein Beitrag zu einer guten Stadtmobilität insgesamt“, so Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns.

Hat das Projekt etwas mit dem Programm „Rad +“ zu tun?

Zur Förderung des Radverkehrs hat die Stadt mit einem Ratsbeschluss 2015 ein gesondertes Programm unter dem Titel „Rad+“ auf den Weg gebracht. Der Neubau der Radstation ist die erste große, sichtbare Maßnahme und damit ein Meilenstein des Förderprogramms, sagt die Stadt.

 

Wie viel kostet die Baumaßnahme und wer zahlt?

Rund 400.000 Euro werden insgesamt in Planung und Baukosten der Anlage investiert. Mehr als die Hälfte davon kommen aus Mitteln des Zweckverbandes Ruhr-Lippe (ZRL). Dieser ist zuständig für den öffentlichen Schienennahverkehr und verspricht sich von der neuen Anlage weitere Zubringerdienste zu seinen Zügen. Denn auch hier spielt das Rad eine zunehmend wichtige Rolle, sowohl für Pendler als auch für Touristen.

 

Wird auch der Trend zum Elektro-Bike berücksichtigt?

„Mit der rasanten Zunahme an Elektrofahrrädern im Straßenbild kommen auch immer mehr hochwertige und entsprechend teure Räder in Gebrauch, für die eine sichere und bequeme Unterbringung ohne lange Suche wichtig ist“, erläutert Wolfram Ernst, Projektverantwortlicher in der zuständigen Abteilung Stadtplanung. „Diesem Trend wollen wir natürlich gerecht werden“, so Ernst weiter. So soll der Umstieg auf das praktische Verkehrsmittel weiter gefördert werden.

 

Wie sieht „DasDies“ die Baumaßnahme?

Auch die Betreibergesellschaft begrüßt den Baubeginn. Sie verspricht nicht nur einen weiterhin guten Service, sondern will auch einen Ausbildungsplatz anbieten. „Für eine Ausbildung hier am Standort fehlte uns bislang der Platz, das wird jetzt anders“, bestätigt Maciej Kozlowski, Geschäftsführer von „DasDies“.

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Läuft der Betrieb an der Radstation während der Arbeiten weiter?

Während der Bauarbeiten soll der Betrieb der Radstation weitgehend ungestört weitergeführt werden. Stadt und Betreiber versprechen, eventuelle und kurzzeitige Einschränkungen frühzeitig anzukündigen. Die Übergabe der fertigen Einrichtung ist für Oktober geplant.

 

Wie lange gibt es die Radstation in Lünen schon?

Vor 25 Jahren wurde in Lünen die erste von inzwischen landesweit rund 80 Radstationen eröffnet. Heute verfügt der Kreis Unna mit insgesamt acht Stationen über das dichteste Netz in der Republik.

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Welchen Service bietet die Radstation?

Neben videoüberwachtem Parken mit chipgesteuertem 24-Stunden-Zugang bietet die Radstation Reparaturen rund ums Rad, Auskünfte und Verleih an. Ein eigenes kreisweites Radverleihsystem mit konventionellen und elektrounterstützten Rädern im Angebot steht auch in Kombination mit dem öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) zur Verfügung und kann über die fahrtwind-App (in beiden großen App-Stores zum Download) und direkt vor Ort gebucht werden.

 

Wie viele Mitarbeiter haben die Stationen von Betreiber „DiesDas“?

Die Stationen des Betreibers „DasDies“ im Kreis Unna beschäftigen mittlerweile 19 fest angestellte Mitarbeiter. 17 davon haben aus Jobcenter-Maßnahmen den Sprung auf den regulären Arbeitsmarkt geschafft.

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