Diese Familie dankt dem St.-Marien-Hospital Lünen

"Papa konnte einschlafen"

Christel Golembiewski hat jemanden verloren: Vor wenigen Tagen ist ihr Mann Hans-Jürgen (70) plötzlich an den Folgen eines Schlaganfalls gestorben. Als die 68-jährige Waltroperin mit Tochter Daniela ihre Geschichte erzählt, wirken beide dennoch gefasst. Sie möchten dem Lüner St.-Marien-Hospital ihren Dank aussprechen.

LÜNEN

, 25.05.2017, 08:11 Uhr / Lesedauer: 1 min
Daniela Golembiewski (l.) und ihre Mutter Christel sind dem Team der Intensivstation sehr dankbar für die fürsorgliche Betreuung ihres Vaters und Ehemanns Hans-Jürgen. Foto: Martina Niehaus

Daniela Golembiewski (l.) und ihre Mutter Christel sind dem Team der Intensivstation sehr dankbar für die fürsorgliche Betreuung ihres Vaters und Ehemanns Hans-Jürgen. Foto: Martina Niehaus

Dieser gilt den Ärzten und Pflegern der Intensivstation im St.-Marien-Hospital. Dort lag Hans-Jürgen Golembiewski zwei Tage lang im künstlichen Koma. „Wir sind dort richtig liebevoll betreut worden. Ich kriege jetzt noch eine Gänsehaut, wenn ich daran denke“, sagt Christel Golembiewski. Immer wieder hat sie Tränen in den Augen, aber manchmal lächelt sie auch.

Ärzte waren fürsorglich

Tochter Daniela ist trotz ihrer Trauer ebenfalls beeindruckt: „Mein Papa war dort keine Nummer. Er ist mit so viel Fürsorge behandelt worden, das war wirklich sagenhaft“, erzählt die 40-Jährige. Auch um sie und ihre Mutter hätte man sich gekümmert. „Die Ärzte haben uns sogar in den Arm genommen, wenn wir geweint haben. Das war einfach unbeschreiblich.“

Christel Golembiewski erinnert sich daran, dass ihr Mann zu Hause Kopfschmerzen bekam. „An dem Morgen hatte er noch die Waltroper Zeitung ausgetragen, das hat er immer gerne gemacht.“ Doch dann kamen diese Kopfschmerzen – und plötzlich ging alles ganz schnell. „Im Krankenhaus haben uns die Ärzte erklärt, womit wir rechnen müssen.“

Doch selbst die medizinischen Erklärungen der Ärzte, sagt Daniela Golembiewski, seien eine Hilfe gewesen. „Man kennt das doch: Oft werden einem einfach Fachbegriffe um die Ohren gehauen, und dann steht man da. Bei meinem Vater war das ganz anders.“

In Würde sterben können

Insgesamt vier Patienten lagen auf dem Zimmer der Intensivstation. „Trotzdem hat das Personal für uns einen Raum geschaffen, damit ein Mensch im Kreis seiner Familie in Würde sterben kann“, sagt Daniela Golembiewski. „Sie haben uns die Möglichkeit gegeben, dass Papa in unseren Armen einschlafen konnte.“

„Für uns war es etwas Besonderes“, möchte sich Christel Golembiewski noch einmal bedanken. Auch die anderen Patienten auf der Station seien sehr liebevoll gepflegt worden. „Ich möchte allen, die dort waren, die Daumen drücken, dass es ihnen bald besser geht“, sagt sie. Und dabei lächelt sie wieder ein bisschen.

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