Diese zwei Lüner Kitas werden ausgebaut

Trotz Kritik

Die beiden Lüner Kitas Kinderhaus und Kleiner Kreisel werden ausgebaut. Das haben - trotz einiger Bedenken im Plenum - der Betriebsausschuss Zentrale Gebäudebewirtschaftung (ZGL) und der Jugendhilfeausschuss entschieden. Kritik gab es vor allem an den Standorten.

NORDLÜNEN/ALSTEDDE

, 13.07.2016, 05:26 Uhr / Lesedauer: 2 min
Diese zwei Lüner Kitas werden ausgebaut

Ein Luftbild der alten Schule in Alstedde, heute ist darin die Kita Kinderhaus.

Die Kritik an den Kita-Plänen galt hauptsächlich den Standorten. Denn dass das Angebot an Kitaplätzen im Norden erweitert werden muss, da stimmten alle zu. Fachdezernent Ludger Trepper hatte in einer gemeinsamen Sitzung am Mittwoch einleitend noch erläutert, dass der Bedarf so schnell wie möglich gedeckt werden soll. ZGL-Chef Marc Stoverock ergänzte, dass das mit den jetzigen Plänen am besten umgesetzt werden kann.

„Kosten und Mühen“ sparen

Kein Abriss, keine Zwischenlösung für die Kitas – „so können wir Kosten und Mühen ersparen und sind auch schneller in der Umsetzung“, sagte Stoverock. Das wiederum sei auch wichtig für die Beantragung der Fördermittel.

  • Kita Kleiner Kreisel: Hier war es vor allem der Hochwasserschutz, der unter anderem Ute Brettner (Grüne) Sorgen bereitete. Wie berichtet, soll die Kita auf einer städtischen Grünfläche westlich der Kita Rudolph-Nagell-Straße neugebaut werden und so auf vier Gruppen mit 80 Plätzen erweitert werden. Bisher bietet die Kita nur 37 Kindern Platz. Auf dem neuen Gelände fließt jedoch der Krempelbach, es sei als Fläche für den Hochwasserschutz vorgesehen, erklärte sie. Stoverock erklärte jedoch, Hochwasserschäden seien dort nicht zu befürchten, Abteilungsleiter Wilfried Heß ergänzte, dass lediglich ein Weg um etwa 20 Zentimeter angehoben werden müsse. Auch Uwe Quitter, Vertreter des langzeiterkrankten Baudezernenten Matthias Buckesfeld, versuchte, die Bedenken zu zerstreuen: Gegen eine Bebauung an diesem Platz gebe es „keine fachlichen Bedenken“. Brettner stimmte in der anschließenden Abstimmung trotzdem dagegen, mit großer Mehrheit aus beiden Ausschüssen wurde der Beschluss dennoch gefasst.  
  • Kita Kinderhaus: GFL-Ausschussmitglied Kunibert Kampmann vertrat hier die Position des Trägervereins Kinderhaus. Der hatte im Gespräch mit dieser Redaktion nämlich gefordert, die Außenfläche weiter zu vergrößern. Das neue Gebäude soll auf dem jetzigen Außengelände der Kita errichtet werden, als Außenfläche will die Stadt ein Gelände westlich des neuen Gebäudes zur Verfügung stellen. Das wäre dann 3000 Quadratmeter groß, für dann 75 statt 40 Kinder zu wenig, meinte Kinderhaus Vorstand Frank Chromik. Das sah auch Kampmann so, der eine Vergrößerung und weitere Absprachen mit dem Trägerverein vorschlug. Dagegen wehrte sich unter anderem Gabriele Schimanski (Grüne), die in dieser Forderung eine Ungleichbehandlung der Lüner Kitas sah. Andere Einrichtungen hätten deutlich weniger Platz und müssten dann auch einen Ausgleich erhalten.

Keine Änderungen

Am Ende wurde der Beschluss ohne Änderungen gefasst – bei Gegenstimmen aus der GFL. Die Beschlüsse aus den Ausschüssen galten der Standortbestimmung der neuen Gebäude. Den Ausbau insgesamt konnten die Ausschüsse am Dienstag erst einmal nur als Beschlussempfehlung in den Rat geben. Dafür stimmten die Ausschüsse dann auch einstimmig.

Laut Fachdezernent Trepper könnten die ausgebauten Kitas im November oder Dezember 2017 fertig sein, ab dann sei mit 200.000 Euro mehr an Betriebskosten im Jahr zu rechnen. Beide Kitas sollen laut Stoverock baugleich errichtet werden.  

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