Für den sechsten Lünen-Krimi konnte jetzt endlich weitergedreht werden. Am Sonntag (10.10) zog die Abgedreht!Filmcrew Lünen die Blicke am Preußenhafen auf sich. © Goldstein
Sechste Folge der Krimi-Reihe

Dreharbeiten am Preußenhafen: Lünen-Krimi spielt mit Verdächtigungen

Brenzlig wird es im neuen Lünen-Krimi. Endlich fiel nach der Corona-Pause die Klappe für den Weiterdreh. Am Preußenhafen waren sogar Bootsfahrer als spontane Statisten an Szenen beteiligt.

Der Set war ein Bootssteg am Kanalufer des Preußenhafens. Die Abgedreht!Filmcrew Lünen zog hier am Sonntag (10.10.) viele Blicke auf sich. Umgeben von Ausflüglern, Rad- und Bootsfahrern ging der unkonventionelle Ermittler Wiesel (Jan Schmitt) mit Assistentin Doro Seidenpfennig (Anja Klukas) und Polizeikommissarin Marlene Köster (Martina Kubatzkiy) auf Spurensuche. Dass Lokalkolorit auch bei dem 6. Lüner Krimi „wieseflink & brandtgefährlich“ eine wichtige Rolle spielt, ist Teil seines unverwechselbaren Charmes.

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Filmdreh für Lünen-Krimi am Preußenhafen

Das Wetter hätte kaum schöner sein können. Bei Sonnenschein und blauem Himmel waren die Szenen trotz düsterer Stimmung eines Kriminalfalls bald im Kasten. „Wir hatten Sorge, ob das mit dem Ton angesichts vieler Leute, Boote und Eisenbahn am Preußenhafen so klappt“, berichtete Drehbuchautor Kevin Tigges, der auch den pedantischen Kommissar Malte Brandt spielt. Doch letztlich lief alles gut.

Titel „Gefallen“ deutet mehrere Bedeutungen an

Der Krimi-Titel „Gefallen“ lässt mehrere Bedeutungsebenen zu. Eigentlich geht es um zwei Fälle, die an den vorherigen, den fünften Teil „Zwei Gesichter“, anknüpfen. Dort war ein Streit zwischen dem ungleichen Ermittler-Duo Wiesel und Brandt hochgekocht. Können beide noch miteinander? Außerdem geht es um einen älterer Herrn. Er kommt zu Tode, beliebt war er nicht. Als nörgelnder Nachbar hat er all jene angeschwärzt, die es mit den Regeln nicht so genau nehmen. Sympathisch geht anders. Doch ist der unbeliebte Typ wirklich ermordet worden und wenn ja von wem?

Diverse Verdächtigungen bringen Spannung ins Geschehen. Am Bootssteg gibt es einen Hinweis, der den Täter dingfest machen könnte. Sieben bis acht Drehtage stehen wohl an, bevor der Film im Spätsommer des nächsten Jahres auf die Leinwand kommt. Auch das LünTec ist eine Station, an der die Abgedreht!Filmcrew Lünen ihre Kameras aufbaut. Vieles spielt sich auch in privaten Räumen ab.

Interessierte Zuschauer am Preußenhafen

Kevin Tigges hat mit Ideen von Christopher Wolk (Polizist) den Plot entwickelt. Am Preußenhafen war er nicht vor der Kamera, wohl aber für die Textregie zuständig. „Viele Zuschauer sind während des Filmdrehs interessiert stehen geblieben, haben fotografiert oder das Bild bereichert, in dem sie mit ihren Booten durch die Szene gefahren sind“, berichtet er.

So sind einige Lüner Teil des sechsten Lünen-Krimis, dessen Dreh lange Zeit von Corona ausgebremst worden war. Jetzt läuft die Kamera wieder. Aber auch am Set gilt die 3G-Regel, sogar für die Leiche.

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Redaktion Lünen
Lünen ist eine Stadt mit unterschiedlichen Facetten. Nah dran zu sein an den lokalen Themen, ist eine spannende Aufgabe. Obwohl ich schon lange in Lünen arbeite, gibt es immer noch viel zu entdecken.
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Magdalene Quiring-Lategahn