Drei neue Kitas für Lünen sollen kommen - allerdings erst 2020

rnNeubaupläne

Die Stadtwerke Lünen haben am Dienstag (2. April) den aktuellen Zeitplan für drei neue Kitas vorgestellt. Vor 2020 werden die jedoch nicht fertig - die Begründung lieferte man gleich mit.

Lünen

, 03.04.2019 / Lesedauer: 3 min

Die Stadt Lünen wird im Sommer auf kurzfristige Lösungen zur Kinderbetreuung setzen müssen - oder, wie befürchtet, mindestens 100 Kinder (und ihre Eltern) bei der Platzvergabe leer ausgehen lassen. Zwar sind gleich drei neue Kitas geplant, jedoch wird es mindestens bis zum Frühjahr 2020 dauern, ehe die Gebäude bezogen werden können.

Dr. Gerd Koch, Prokurist der Stadtwerke und der SL Grundbesitz (SLG), stellte die Projekte am Dienstag (2. April) dem Betriebsausschuss für die Zentrale Gebäudebewirtschaftung Lünen (ZGL) vor. Demnach lägen die Baugenehmigungen für die neue Kita Kinderhaus am Alten Kirchweg (Baukosten: 2,3 Millionen Euro) seit dem 19. März sowie für die Kita Kleiner Kreisel an der Rudolph-Nagell-Straße (2,25 Millionen Euro / als Ersatz für die Schulstraße 10) seit dem 28. März vor. „Beide Kitas sind baugleich und werden voraussichtlich im April oder Mai 2020 fertiggestellt sein“, so Koch.

Planungen zogen sich in die Länge

Die ursprünglichen Ideen für die Neubauten reichen eigentlich zurück bis ins Jahr 2015. Während man beim Kinderhaus recht zuversichtlich war, gab es beim „Kleinen Kreisel“ ein Jahr später Bedenken wegen einer möglichen Hochwsser-Gefährdung des Neubaus. In der Folge zogen sich die Planungen hier in die Länge - und da beide Kitas baugleich sind, bedeutete das auch für das Kinderhaus neue Wartezeit.

Jetzt lesen

Nun also eine Fertigstellung 2020 anstatt, wie ursprünglich geplant, Sommer 2018. Immerhin stünden dann pro Kita zwei zusätzliche Gruppen zur Verfügung, was eine deutliche Entspannung bei den Kita-Plätzen bedeuten könnte. Vor allem dann, wenn auch die dritte Kita im Bunde fertig wird: Auf dem Campus Lünen-Süd soll für 1,44 Millionen Euro zwischen Bahnstraße und Dammwiese eine neue viergruppige Einrichtung entstehen. Hier ist seit dem 1. April die Architektenleistung ausgeschrieben.

Natürlich hofft man bei den Stadtwerken, dass der Architekt, der auch für die anderen beiden Kitas verantwortlich zeichnet, den Wettbewerb gewinnt. „Aber auch falls es ein anderer Architekt wird, fangen wir ja hier nicht bei null an“, so Koch. Man werde mit konkreten Vorstellungen in die Planung gehen. „Die Baugenehmigung muss hier bis zum 1. September vorliegen.“ Mit einer Fertigstellung sei im Juli oder August 2020 zu rechnen - also ebenfalls eine Chance, das dann beginnende Kita-Jahr deutlich entspannter anzugehen.

Keine Genehmigung ohne detaillierte Planung

Die Politik hätte gern schnellere Ergebnisse gesehen. „Wenn man doch genau weiß, dass man eine Kita bauen will - warum wartet man dann mit der Genehmigung so lange?“, fragte Günter Langkau (CDU). „Könnte man das nicht schon im Voraus genehmigen?“ Nein, erwiderte ZGL-Chef Marc Stoverock: „Da wir hier mit Fördermitteln arbeiten, können wir nicht einfach in vorzeitige Planungen einsteigen.“ Die Vorgaben für die Förderung seien sehr streng: „Zudem haben wir zu einem so frühen Zeitpunkt einfach noch nicht die Detailschärfe, um eine Baugenehmigung zu erhalten. Wir wissen eben noch nicht genau, wie alles aussehen wird.“

Jetzt lesen

Lesen Sie jetzt