Ehemalige Direktorenvilla GFL spricht sich gegen einen Verkauf durch Stadt Lünen aus

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Das Archivbild zeigt die ehemalige Direktorenvilla des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums.
Das Archivbild zeigt die ehemalige Direktorenvilla des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums. © Goldstein (A)
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Die Wählergemeinschaft Gemeinsam für Lünen (GFL) spricht sich nach wie vor gegen einen Verkauf der ehemaligen Direktorenvilla des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums durch die Stadt Lünen aus.

Wie es in einer Pressemitteilung der GFL heißt, solle das Gebäude weiter im Immobilienbestand der Stadt bleiben. Das Gebäude sollte für Bildung, Kultur, Soziales oder andere Zwecke der Stadtgesellschaft sinnvoll genutzt und nicht verkauft werden.

Untere Denkmalbehörde

Die Politik diskutierte über die Direktorenvilla schon im August vergangenen Jahres. Der Ausschuss für Bildung und Sport hatte zu diesem Zeitpunkt für einen Verkauf gestimmt. Die Idee, das Gebäude für schulische Zwecke zu nutzen, hielten SPD und CDU im Gegensatz zur GFL damals nicht für machbar. Jetzt soll die ehemalige Direktorenvilla mit einem Teil des Gartens verkauft werden. Gegen einen Teilverkauf des Gartens wiederum spricht sich, wie berichtet, die Untere Denkmalbehörde aus.

Bei der ehemaligen Direktorenvilla handele es sich um ein historisches Gebäude, das unter Denkmalschutz stehe. Es handele sich somit um eine Immobilie, heißt es bei der GFL weiter, die architektonisch als erhaltenswertes Ensemble mit der benachbarten Schule anzusehen sei.

GFL: Werte für Zukunft schaffen

„Dieses Ensemble stellt nicht nur eine architektonische Besonderheit dar. Der Gebäudebestand verkörpert zudem eine bald 100-jährige Epoche der Lüner Schulhistorie, die für viele Tausend Schüler hohen Erinnerungswert besitzt.“

Möglichen Verkaufsabsichten der Stadt erteile die GFL daher eine Absage, wird GFL-Fraktionschef Andreas Dahlke in der PM zitiert:

„Vielmehr sollte der Immobilienbestand der Stadt Lünen im Grundsatz nicht abgebaut, sondern systematisch aufgebaut werden, um Werte für die Zukunft zu erhalten und neue zu schaffen. Dazu gehören insbesondere stark historisch geprägte Immobilien wie die ehemalige Direktorenvilla.“

Der Wählergemeinschaft sei die prekäre Finanzsituation der Stadt Lünen gut bekannt, erklärt Dahlke laut PM:

„Allerdings rechtfertigt dieser Zustand keinen Ausverkauf von städtischen Immobilien und Grundstücken.“ Es dürfe nicht sein, dass die Stadt auch noch letzte Bestandswerte versilbere.