Ehemalige Mercedes-Fläche gehört jetzt der Stadt Lünen: Altlasten überprüfen

City-Entwicklung

Die ehemalige Mercedes-Fläche ist seit Jahresende im Besitz der Stadt. Momentan wird geprüft, wie das bedeutende Areal in der City entwickelt werden kann. Dabei geht es auch um Altlasten.

Lünen

, 02.03.2019 / Lesedauer: 2 min
Ehemalige Mercedes-Fläche gehört jetzt der Stadt Lünen: Altlasten überprüfen

Die Fläche, hier als sie noch Mercedes-Standort war, soll neu genutzt werden. Mercedes hat auf dem Lindenplatz neu gebaut. © Peter Fiedler (A)

Sorgfalt vor Schnelligkeit: Nach diesem Grundsatz hat eine Experten-Werkstatt die ehemalige Mercedes-Fläche im Herzen der Stadt beleuchtet. Diskutiert wird die Frage, wie sie künftig gestaltet werden soll. Das Thema interessiert. Einige Bürger hatten am Mittwoch (27.2.) auf der Empore des Rathauses Platz genommen. Ihnen wurde allerdings Geduld abverlangt. Über die Mercedes-Fläche informierte Astrid Linn, Referatsleiterin Stadtentwicklung, erst gegen Ende der Tagesordnung.

Stadtquartier mit unterschiedlicher Nutzung

Man werde genau hinschauen, wie eines der letzten innerstädtischen Grundstücke entwickelt werden solle, erklärte sie. Gedacht sei an ein Stadtquartier unterschiedlicher Nutzung. Während der Experten-Werkstatt habe man sich der Fläche aus verschiedenen Richtungen genähert. Grünverbindungen seien einbezogen worden. Auch eine potenzielle Erweiterung des Geländes in der Lange Straße Richtung Lüner Kultur- und Aktionszentrum (Lükaz) sei mitgedacht worden.

Aus Richtung Süden sei etwas Markantes vorstellbar. Dabei müsse aber geklärt werden, wie die Altlasten-Situation sei. Es würden Gespräche mit dem ehemaligen Eigentümer geführt. Nach Abstimmung mit den Behörden soll der Abbruch der Gebäude in einigen Monaten beginnen.

Suche nach dem besten Konzept

Wie das Zielpapier am Ende aussehe, hänge davon ab, wie die Gesamtfläche vermarktet werde. Man suche das beste Konzept.

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Die Stadt wägt zurzeit ab, ob es ein Vergabeverfahren geben oder ob alternativ eine Entwicklungsgesellschaft gegründet werden soll. Letzteres würde Zeit in Anspruch nehmen. Beides habe Vor -und Nachteile. Technischer Beigeordneter Arnold Reeker ergänzte, entscheidend sei, welche Qualität dort entstehe. Dazu gebe es unterschiedliche Wege, die noch beraten werden müssten.

Verkehrsgutachten zur Erschließung

Wie die ehemalige Mercedes-Fläche verkehrstechnisch angebunden werden soll, werde in einem Verkehrs-Gutachten geklärt. Die Meinung der Experten-Werkstatt gehe in Richtung ebenerdiger Übergang über die Kurt-Schumacher-Straße und „bloß keine neue Brücke“. Momentan würden die Autos an der Innenstadt vorbeigeführt. Prof. Johannes Hofnagel (GFL) merkte an, die Stimmungslage im Ausschuss sei eine andere.

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