Einbahnregelung im Lüner Süden sorgt für Unmut

Bauarbeiten an Bebelstraße

Anwohner der Wattenscheider Siedlung in Lünen-Süd sind verärgert. Seit an der Bebelstraße gebaut wird, gibt es Stau - und die Lutherstraße wurde zur Einbahnstraße. Dadurch müssen sie einen großen Umweg fahren, um nach Hause zu kommen. So mancher Autofahrer riskiert deshalb eine gefährliche Abkürzung.

LÜNEN-SÜD

, 27.04.2017, 05:54 Uhr / Lesedauer: 2 min
Einbahnregelung im Lüner Süden sorgt für Unmut

Unzufrieden mit der Verkehrssituation an der Lutherstraße sind die Mitglieder der Interessengemeinschaft Wattenscheider Siedlung um ihren stellvertretenden Vorsitzenden Manfred Kolodziejski (2.v.l.). Sie fragen, warum am Caminer Weg die Autofahrer nur links abbiegen und nicht geradeaus fahren dürfen.

Wenn Mario Schmidt zu Zeiten des Berufsverkehrs aus seiner Einfahrt an der Lutherstraße in Lünen-Süd auf die Jägerstraße biegen will, hat er es schwer. Der Verkehr staut sich dort, seit die Bauarbeiten auf der Bebelstraße begonnen haben.

Am Dienstag trafen sich Vertreter der Interessengemeinschaft Wattenscheider Siedlung (IWS) mit ihrem stellvertretenden Vorsitzenden Manfred Kolodziejski, um auf die Probleme hinzuweisen.

Fahrer nehmen Abkürzung durch eigentliche Einbahnstraße 

Vom Wohnzimmerfenster aus könnten manche beobachten, wie die Einbahnstraßenregelung missachtet werde. „Da fahren sogar LKW verkehrt durch, um sich den Umweg zu ersparen“, haben sie beobachtet.

Ihr Vorschlag: Die Einbahnregelung auf der Bebelstraße umdrehen, damit der Verkehr aus Horstmar sie nutzen kann und die Lutherstraße wieder in beide Richtungen freizugeben. „Wenn im Mai der Bau des Bürgerplatzes beginnt, wird es hier sonst noch chaotischer“, fürchtet Kolodziejski.

Bei der Baustelle „Bürgerplatz“ wolle man die Auswirkungen so gering wie möglich halten, erklärt die Stadt auf Anfrage unserer Redaktion. Friedhelm Wittlieb, Leiter der Abteilung Verkehrsüberwachung, hält die jetzige Verkehrsführung für vertretbar. Sie habe für alle Verkehrsteilnehmer die geringsten Auswirkungen.

Einbahnregelung an der Bebelstraße bleibt 

Die von den Anwohnern angeregte Regelung sei nur unter der angedachten Vollsperrung der Bebelstraße aktuell gewesen, so Wittlieb. In der Bürgerversammlung im Februar hätte es folgenden Vorschlag gegeben: Einbahnregelungen für den Verkehr aus Horstmar in der Alsenstraße und für den Verkehr in Richtung Horstmar über die Lutherstraße. Doch der Ausschuss für Sicherheit und Ordnung habe sich für eine Einbahnregelung auf der Bebelstraße entschieden.

Zurzeit fädelt sich der Verkehr auf der jetzt angelegten Behelfsfahrbahn auf der Westseite der Bebelstraße im Kreuzungsbereich der Alsenstraße wieder auf die „richtige“, rechte, Fahrspur ein. Würde man den Verkehr aus Horstmar dort herleiten, wäre das ohne Verkehrslenkung (z.B. Ampel, Einbahnregelung Alsenstraße) nicht zu verantworten, so Wittlieb. Dies würde zu erheblichen Rückstaus auf der Bebelstraße/Preußenstraße führen. Probleme bekämen auch die Feuerwehr bei Einsätzen in Horstmar und der Rettungsdienst, der schnell das Seniorenheim an der Bebelstraße erreichen müsse. Busse wären ebenfalls betroffen.

Zum Thema Lutherstraße sagt er: Wenn die Alsenstraße zur Einbahnstraße würde, müsste der Verkehr Richtung Horstmar durch die Lutherstraße. Dann hätte es dort eine Einbahnstraße Richtung Derner Straße geben müssen.

Linksabbieger-Pfeil wird geprüft 

Die Stadt weist darauf hin, dass falsches Einfahren in die Einbahnstraße von der Polizei geahndet werden müsse. Prüfen will sie hingegen eine Anwohner-Kritik am Linksabbieger-Pfeil Camminer Weg/Ecke Lutherstraße. „Die Geradeausfahrt soll natürlich gewährleistet sein“, heißt es.

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