Eingangstor statt Angstraum: Neue Pläne für die Bahnbrücke Münsterstraße

rnMit LED-Schriftzug

Für viele ist die Bahnunterführung an der Münsterstraße ein Angstraum, abweisend und hässlich ist der Ort allemal. Das soll sich bald ändern, es gibt schon Pläne.

Lünen

, 02.09.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nicht nur Lünen hat Probleme mit einer Bahnunterführung, die sind in vielen Orten hässlich, abweisend und für viele Furcht einflößend. Das Problem: Die Bauwerke gehören meist der Deutschen Bahn. So auch die Unterführung an der Münsterstraße. Trotzdem könnte sich bald etwas ändern.

Das geht aus den Unterlagen für den Stadtentwicklungsausschuss am Dienstag (15.9.) hervor. Demnach plant die Stadt, die Unterführung aufzuwerten, auch weil sie für viele ja das Eingangstor in die Stadt sei. Bürgerbefragungen hätten zudem gezeigt, dass hier Handlungsbedarf besteht.

Was ist geplant?

Die Unterführung soll als Eingangstor hervorgehoben werden, es soll heller werden, grüner und nicht so anfällig für Vandalismus. Zusätzlich zu den Laternen sollen deshalb weitere Leuchten angebracht werden. Geht es nach den Entwürfen des Architekturbüros Planwerk (Essen), wird ein leuchtender LED-Schriftzug an den Kopfseiten der Brücken ein ganz besonderer Blickfang werden.

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An den Seitenwänden sind schon vier Plakatwände, die die Bahn vermietet. Diese Plakatwände sollen um viele weitere (bis zu 14) ergänzt werden, die die Stadt dann gestalten kann. „Dies kann einen musealen Charakter erlangen“, heißt es in der Vorlage, dort könnten aber auch andere Infos oder Bilder zur Imagebildung oder Werbung für kulturelle Zwecke angeschlagen werden.

Das Architekturbüro hat dort in ihren Entwürfen mit Plakaten einen Wald dargestellt, auch das ist eine Möglichkeit.

Plakate an den Pfeilern und den Seitenwänden: So könnte es einmal aussehen. Die Entwürfe stammen vom Architekturbüro Planwerk Essen / Peter Brdenk, Sid Ahmed Boudia.

Plakate an den Pfeilern und den Seitenwänden: So könnte es einmal aussehen. Die Entwürfe stammen vom Architekturbüro Planwerk Essen / Peter Brdenk, Sid Ahmed Boudia. © Architekturbüro Planwerk Essen

Zur Begrünung ist vorgesehen, Pflanzkästen als zusätzlichen Schutz zwischen Fahrbahn und Gehweg und damit zwischen die Stützpfeiler aufzustellen und mit nicht rankenden Pflanzen zu bestücken.

Und was kostet das?

Die schlechte Nachricht: Das ganze wird ziemlich teuer, rund 170.000 Euro laut Vorlage. Die gute Nachricht: Die Stadt wird eine Förderung der Maßnahme beantragen, übernommen würden in dem Fall 136.000 Euro und es blieben lediglich 34.000 Euro.

Wie geht es weiter?

Die Stadt wird weiter Gespräche mit der Bahn führen. Auch, weil die Seitenwände erst saniert werden müssen, um dort Plakate anbringen zu können. Dafür ist eben die Bahn zuständig. Laut Vorlage sind die bisher vorhandenen Plakatwände ohne Genehmigung vorhanden, die Stadt wird auf die DB zugehen „mit dem Angebot der genehmigten Werbeflächen“, wie es in der Vorlage heißt. Das sei „charmant gelöst“, schreibt die Verwaltung.

Das alles geschieht allerdings nur bei entsprechenden politischen Beschlüssen. Die Ausschussmitglieder haben das selbst in der Hand, am 15. September um 17 Uhr in der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule.

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