„Click & Meet“ ist in Lünen ab Mittwoch (31. März) nur noch mit negativem Corona-Test möglich. © dpa
Corona-Notbremse

Einkaufen in Lünen ab Mittwoch nur noch mit negativem Test möglich

Im Kreis Unna greift ab Mittwoch (31. März) die Corona-Notbremse. Allerdings können zum Beispiel die Geschäfte in Lünen offen bleiben. Es gibt jedoch eine Bedingung für den Einkauf.

Nach langem Hin und Her führt das Land Nordrhein-Westfalen nun doch die „Corona-Notbremse“ ein – allerdings nicht in dem Ausmaß, wie es ursprünglich gedacht war. Anstatt alle Lockerungen zurückzunehmen, gelten laut der neuen Corona-Schutzverordnung zusätzliche Auflagen. Sie betreffen vor allem den Einzelhandel, der erst einmal weiter mit „Click & Meet“ öffnen darf.

Bedingung für einen Einkauf auch in der Lüner City wird dann jedoch ein tagesaktueller, negativer Corona-Test aus einem Testzentrum sein. Ein zu Hause absolvierter Schnelltest ist nicht ausreichend.

Bürger haben Anspruch auf mindestens einen kostenlosen Test pro Woche, abhängig von der „Verfügbarkeit von Testkapazitäten“, wie das Ministerium des Landes für Arbeit, Gesundheit und Soziales etwas schwammig formuliert. Außerhalb des kostenlosen Kontingents muss man pro Test um die 40 Euro bezahlen. In Lünen gibt es zehn Testzentren, in denen man sich am besten online einen Termin reservieren kann:

  • Praxis Dr. Wismann, Bocklinstraße 6
  • Praxis Dr. Ahmad, Jägerstraße 23
  • Glückauf-Apotheke, Königsheide 9
  • Sonnen Apotheke, Waltroper Straße 24
  • Johanniter, Viktoriastraße 3
  • Praxis Dr. Weisdorn, Derner Straße 73
  • Süggel-Apotheke, Bebelstr. 48
  • Colosseum Apotheke, Altstadtstraße 32
  • DRK Kreisverband Lünen, Spormeckerplatz 1a
  • Löwen-Apotheke, Dortmunder Straße 13

Das Testergebnis erhält man nach 15 Minuten entweder per Mail oder als Nachricht direkt aufs Smartphone. Mit diesem Ergebnis erhält man dann wiederum Zutritt zu den Geschäften des Einzelhandels, wobei auch hier wieder ein Termin notwendig ist. Dieses „Click & Meet“ soll verhindern, dass zu viele Menschen in einem Ladenlokal zusammenkommen. Supermärkte sind von dieser Regelung allerdings ausgenommen, sie dürfen weiterhin ohne Termin und ohne Testergebnis betreten werden.

„Manchmal teurer, das Personal zu bezahlen“

Für den City-Ring-Vorsitzenden Helmut von Bohlen ist die Test-Regelung das kleinere Übel in der Corona-Krise: „Ich bin ja schon froh, dass es weitergeht und nicht alle wieder schließen müssen.“ Wobei er auch nicht sicher sei, ob jeder Laden diese Möglichkeit auch nutzt. „Viele Kaufleute fragen sich natürlich, wer denn überhaupt mit einem Test einkaufen geht.“ Gerade größere Geschäfte müssten sich schon genau überlegen, ob sie öffnen oder nicht: „Da ist es manchmal teurer, das Personal zu bezahlen, als den Laden einfach dicht zu lassen.“

Die Entscheidung müssten letztlich die Kaufleute selbst treffen. „Der City-Ring kann und will da keine Vorschriften machen. Für unterschiedliche Geschäfte gibt es da auch sicher unterschiedliche beste Lösungen, wie man mit der Situation verfährt.“

An der Test- und Terminpflicht selbst führt hingegen kein Weg vorbei. Womit die Sorgenfalten mancher Einzelhändler nicht nur in Lünen wohl noch etwas tiefer werden dürften.

Über den Autor
Redaktion Lünen
Journalist, Vater, Ehemann. Möglicherweise sogar in dieser Reihenfolge. Eigentlich Chefreporter für Lünen, Selm, Olfen und Nordkirchen. Trotzdem behält er auch gerne das Geschehen hinter den jeweiligen Ortsausgangsschildern im Blick - falls der Wahnsinn doch mal um sich greifen sollte.
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Daniel Claeßen

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