Für ihre Schule, das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium, sammeln (v.l.) Toni und seine Freunde Timo und Noah Elektroschrott für das E-Waste-Race. © Günther Goldstein
Schule in Lünen

Einsatz für Umwelt: Elfjähriger aus Lünen sammelt mit Freunden Elektroschrott

Das Engagement für die Umwelt ist Toni ein großes Anliegen: Der Elfjährige sammelt zusammen mit Klassenkameraden regelmäßig Elektroschrott. Damit steckt er auch andere an.

Noch bis Mittwoch, 24. November, beteiligt sich das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium, das der elf Jahre alte Toni besucht, am „E-Waste-Race“. Bei diesem Wettbewerb sammeln Schulklassen Elektroschrott, der dann recycelt werden soll. Auch das Gymnasium Altlünen, das Werner Anne-Frank-Gymnasium und sieben Dortmunder Schulen nehmen teil. Die Gewinner-Klasse kann sich über einen Schulausflug freuen. Bewertet wird die Menge an gesammeltem Elektroschrott. Und Toni tut viel dafür, dass seine Schule gewinnt.

„Elektroschrott wird nicht immer richtig recycelt“, erklärt Toni seine Motivation. „Vor allem gehört er nicht in den Hausmüll.“ Dem Elfjährigen tun auch Kinder in Afrika leid, die auf Müllkippen die Altgeräte verbrennen, um dadurch an verwertbares Altmetall zu kommen. Dadurch schaden sie aber ihrer Gesundheit.

Toni und seine Freunde sammeln oft Elektroschrott

Um ihr Ziel zu erreichen, haben Toni und seine Klassenkameraden von der Schule Flyer bekommen, mit denen sie ihre Nachbarschaft informieren. Vor allem mit seinen Freunden Timo und Noah geht Toni oft los, um Elektroschrott zu sammeln. „Im Lockdown haben wir als Hausarbeit von der Schule aus auch Müll gesammelt“, erzählt er.

Zu den Geräten, die Toni und seine Freunde sammeln, gehören alte Computer, Staubsauger, Handys oder Toaster. Wichtig sei, dass sie keine Batterien oder Akkus enthalten, erklärt Toni. „Auch sollten sie möglichst nicht länger als 50 Zentimeter sein.“ Zu den ungewöhnlichsten Geräten gehörten ein altes Autoradio und ein alter Fernseher. „Das war noch ein richtiger Röhrenfernseher“, so Toni etwas schmunzelnd.

Aktionen gegen Müll möchte Toni später auch weiterführen. Auch seinen Zwillingsbruder Henry interessiert Tonis Einsatz sehr. Seit einer Hirnblutung Anfang des Jahres ist er etwas eingeschränkt. „Ich erzähle ihm viel davon und oft geht er auch mit, wenn wir Elektroschrott sammeln“, freut sich Toni. Wenn sie mal keinen Müll sammeln, spielt Toni oft Fußball oder Videospiele. Und mit seinem Bruder geht er häufig zu Freunden, die Meerschweinchen haben. „Mit unserer Katze spielen wir auch sehr gerne“, ergänzt er.

Tonis Mutter unterstützt das Engagement

Auch Tonis und Henrys Mutter Sandra unterstützt das Engagement für die Schule. Generell tut die Familie gerne etwas für die Umwelt. „Unter anderem fahren die Kinder mit dem Fahrrad zur Schule und nicht mit dem Auto.“ Beim Müllsammeln hat sie ihre Söhne auch schon unterstützt. „Ich wollte sowas schon immer machen.“ Da kam ihr das Engagement der Kinder gerade recht.

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
Seit über zehn Jahren als freier Journalist tätig und seit einigen Jahren auch für die Ruhr Nachrichten. Ich schreibe gerne über Menschen und ihre Geschichten.
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Tobias Weskamp

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