Einschulung in drei Akten: Leoschüler starten im kleinen Kreise

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Gleich drei Einschulungsgottesdienste gab es für die neuen Erstklässler der Leoschule. Jede Klasse wurde im Hansesaal einzeln begrüßt. Dabei sein durften nur die Eltern.

Lünen

, 13.08.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Einschulung ist ein großes Erlebnis für die Kleinen - auch wenn sie in ganz kleinem Kreise stattfindet. Lediglich ihre Eltern durften dabei sein, als die neuen Leoschüler begrüßt und gesegnet wurden. „In jedem Neuanfang wohnt ein Zauber inne“, sagte Gemeindereferentin Roswitha Mohrmann während des Einschulungsgottesdienstes. Daran änderten die Corona-Maßnahmen nichts.

Tobi freut sich riesig auf die Schule - vor allem aufs Schreiben lernen.

Tobi freut sich riesig auf die Schule - vor allem aufs Schreiben lernen. © Sylva Witzig

„Ich war super aufgeregt. Aber jetzt freu ich mich riesig auf den Unterricht. Aufs Schreiben und Rechnen. Und auf die Smarties in der Schultüte und die Muffins, die Zuhause auf mich warten“, sagt der kleine Tobi freudestrahlend nach dem Einschulungsprozedere. Sein neuer Mitschüler Fin ist indes mächtig stolz auf seine Minecraft-Schultüte - die haben seine Eltern ihm gebastelt. „Die ist total schwer. Da sind Überraschungen drin“, sagt er und kann es kaum abwarten, die Tüte zu öffnen.

Die Familie wartet mit dem Kuchen Zuhause

„Ich finde es toll, dass die Veranstaltung stattfinden konnte. Die Kinder haben sich so darauf gefreut. Man hat das Beste daraus gemacht“, findet sein Vater. Die Großeltern, Tanten und Onkel warten indes zu Hause auf den Star des Tages und feiern ihn am Nachmittag. „Für die Familie ist das überhaupt kein Problem, dass sie jetzt nicht dabei sein kann. Es ist nur zu unserer Sicherheit“, fügt er hinzu. Tobis Mutter stimmt ihm zu: „Hauptsache, die Kinder sind glücklich.“

Der kleine Fin ist ein riesiger Minecraft-Fan. Deshalb bastelten ihm seine Eltern mit viel Liebe eine passende Schultüte.

Der kleine Fin ist ein riesiger Minecraft-Fan. Deshalb bastelten ihm seine Eltern mit viel Liebe eine passende Schultüte. © Sylva Witzig

Gebannt lauschten die Kinder der Geschichte vom Löwen, der nicht schreiben konnte. Er verliebte sich in eine gebildete Löwin, die gerne las. So bat er die anderen Tiere, einen Liebesbrief für ihn zu verfassen. Doch keines der Tiere schrieb so, wie es der Löwe schreiben würde. Letztendlich brüllte er heraus, was er der Löwin sagen wollte - und die brachte ihm letztendlich das Lesen und Schreiben bei.

Nach der Einschulungsfeier im Hansesaal machten sich die Familien auf den Weg zur Schule.

Nach der Einschulungsfeier im Hansesaal machten sich die Familien auf den Weg zur Schule. © Sylva Witzig

Gemeinsam sind die Schüler stark

In drei Etappen wurden die neuen Leoschüler klassenweise eingeschult - mit Sicherheitsabstand zwischen den Eltern-Kind-Gruppen. „Vielleicht kennt ihr schon den ein oder anderen. Vielleicht fürchtet ihr euch aber auch ein bisschen, weil ihr niemanden kennt. Das ist nicht schlimm, das ist mir auch schon passiert“, sagte die Gemeindereferentin. Daher bekamen die Kinder einen kleinen Mut-Spender, einen Pompom für den Schulranzen geschenkt.

Jedes Kind wurde persönlich von der Klassenlehrerin gesegnet.

Jedes Kind wurde persönlich von der Klassenlehrerin gesegnet. © Sylva Witzig

Trotz aller räumlicher Distanz in dem großen Hansesaal, ging es im Gottesdienst um Zusammenhalt: „Ein Puzzle ist nur schön, wenn kein Teil fehlt. Jedes Teil ist wichtig. Und so ist es auch in der Klasse: Jeder von euch ist wichtig“, sagte die Gemeindereferentin. Und so wurde jedes Kind einzeln von seiner Klassenlehrerin gesegnet, mit den Händen der stolzen Eltern auf den Schultern.

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