Elfjähriger Junge stürzt aus dem Fenster im ersten Stock der Jugendherberge

rnTragischer Unfall

Es war das tragische Ende einer Wochenend-Freizeit in den Herbstferien - offenbar beim Spielen stürzte ein Junge (11) aus einem Fenster in der Lüner Jugendherberge.

Lünen

, 21.10.2019, 16:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eine Gruppe von Kindern und Jugendlichen aus Borken im Münsterland wollte ein schönes Wochenende in der Jugendherberge am Cappenberger See in Lünen verleben.

Doch diese Reise mitten in den Herbstferien endete am Freitagabend (18.10.) mit einem tragischen Unfall.

Offenbar beim Spielen stürzte ein elfjähriger Junge aus einem Fenster im ersten Stock der Freiherr-vom-Stein-Jugendherberge am Richard-Schirrmann-Weg. Dabei erlitt der Junge schwere Verletzungen.

Rettungshubschrauber im Einsatz

Feuerwehr und Polizei wurden sofort nach dem Unglück um 18.40 Uhr alarmiert. Nach Angaben der Stadt Lünen waren vier Einsatzkräfte der Feuerwehr mit einem Fahrzeug, ein Notarzt und drei Mitarbeiter des Rettungsdienstes vor Ort.

Auch Rettungshubschrauber Christoph 8 wurde alarmiert. Mit dem Hubschrauber wurde der schwer verletzte Junge dann in eine Kinderklinik geflogen. Zum Glück, so ein Sprecher der Polizei Dortmund, besteht keine Lebensgefahr. „Es war definitiv ein Unfall,“ so der Mitarbeiter der Polizeipressestelle am Montag auf Anfrage. Fremdverschulden liege nicht vor.

Notfallseelsorger kümmerten sich um die Gruppe

Die anderen 27 Kinder der Gruppe aus Borken - im Alter von zehn bis 16 Jahren - und die 16 Betreuerinnen und Betreuer der Gruppen mussten vor Ort betreut werden. Notfallseelsorger aus dem Kreis Unna wurden alarmiert und auch, so Stadtsprecher Benedikt Spangardt, „entsprechend ausgebildete Kollegen der Lüner Feuerwehr“ kümmerten sich um die Gruppe.

Nach dem tragischen Unfall war es natürlich unmöglich, die geplante Wochenend-Freizeit durchzuführen. In Absprache entschlossen sich die Verantwortlichen, nach Borken zurückzukehren.

Mit einem Betreuungsbus zurück nach Borken

Deshalb benachrichtigten die Lüner Feuerwehrleute ihre Kollegen von der Berufsfeuerwehr Dortmund. Denn dort ist ein Betreuungsbus vorhanden, der in der Größe einem Reisebus ähnelt. Mit diesem Bus und mit zwei Mannschaftstransportwagen der Lüner Feuerwehr wurden die Kinder, Jugendlichen und Betreuer am Freitagabend nach Borken zurück gebracht. Drei Seelsorger aus dem Kreis Unna begleiteten die Gruppe. Spangardt: „In Borken trafen die Teilnehmer und Betreuer gegen 23.30 Uhr ein.“

Von Fachleuten bei der Rückkehr betreut

Laut Auskunft der Kreisleitstelle Borken empfingen die Gruppe in ihrer Heimatstadt auch noch neun Notfallseelsorger, die über die Leitstelle alarmiert worden waren. Die Notfallseelsorger kümmerten sich auch noch am Samstag um die Gruppe.

Solche Unfälle in Jugendherbergen seien zum Glück die Ausnahme, so Oliver Engelhardt, Pressesprecher des Landesverbandes Westfalen-Lippe des Jugendherbergswerks: „So etwas ist in diesem Jahr zum ersten Mal passiert.“

Lesen Sie jetzt