Eltern ärgern sich über Neuerung bei "Lünopoli"

Altersgrenze verändert

Eltern, die ihre Kinder in diesem Sommer wieder in die Ferienstadt "Lünopoli" schicken wollten, sind wütend: Das Team hat die Altersgrenze für die Teilnehmer verändert. Für viele Familien bedeutet das Ferienfrust, denn teilweise haben sie den Urlaub rund um das Ereignis geplant. Jetzt schaltet sich der Bürgermeister ein.

LÜNEN

, 26.01.2017, 17:08 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Kinder sollen die Welt der Erwachsenen bei Lünopoli kennenlernen. Jetzt gibt es Frust wegen der Altersgrenze.

Die Kinder sollen die Welt der Erwachsenen bei Lünopoli kennenlernen. Jetzt gibt es Frust wegen der Altersgrenze.

Die Kinderferienstadt Lünopoli öffnet zwar erst Mitte Juli ihre Pforten, doch bei einigen Eltern ist die Aufregung schon jetzt groß. Denn die Vertreter der städtischen Abteilung „Jugend.Hilfen und Förderung“ hatten bei der Vorstellung des Projekts erklärt, dass „Lünopoli“ in diesem Jahr für Kinder von sieben bis elf Jahren geöffnet ist.

Damit liegt die Altersgrenze ein Jahr niedriger als bei der vorigen städtischen Ferienaktion. 2015 durften Kinder zwischen sieben und zwölf Jahren mitmachen.

Eltern ihrem Ärger bei Facebook Luft

Die neue Regelung empört Eltern, die ihrem Ärger in der Facebook-Gruppe "Du kommst aus Lünen, wenn..." Luft gemacht haben. Groß ist vor allem die Verwirrung darüber, warum es bisher keine Begründung zu der veränderten Altersgrenze gibt.

"Entweder habe ich die Erklärung, wieso die Altersgrenze herabgesetzt wurde, nicht gelesen, oder es stand tatsächlich nichts darüber. Wirklich schade, denn einige Kinder hatten sich schon darauf gefreut und die dazugehörigen Eltern den Sommerurlaub bereits so geplant und bereits gebucht, dass die Kids an Lünopoli teilnehmen können. Für eine Erklärung wäre ich dankbar. Vielleicht ja auch von jemandem, der es angeordnet hat!", heißt es in einem Posting.

Enttäuschung auch bei den Kindern

Viele hätten sich über frühzeitige Informationen gefreut: "Wir haben unseren Urlaub auch danach geplant. Ich frage mich, warum die Stadt Lünen die Änderung der Altersgrenze nicht frühzeitig bekannt gemacht hat. Dann hätten viele Familien anders disponieren können", kommentiert ein User.

Und nicht zuletzt bei den Kleinen sei die Enttäuschung groß: "Große Enttäuschung auch bei unserer Tochter, die beim letzten Lünopoli noch extra für "ihr" letztes mal in 2017 von den Veranstaltern motiviert wurde. Urlaubsplanung ebenfalls daran ausgerichtet, aber nu - viel schlimmer: die Kids sind stinksauer und bitter, bitter enttäuscht!"

Unsere Redaktion fragte bei der Stadt nach, warum die Altersgrenze geändert wurde. Das Problem ist jetzt im Rathaus Chefsache. „Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns wird sich sachkundig machen und das Thema in die nächste Sitzung des Verwaltungsvorstands am kommenden Dienstag einbringen“, so der städtische Pressesprecher Frank Knoll am Donnerstag auf Anfrage. Es werde definitiv eine Lösung für das Problem erarbeitet und dann der Öffentlichkeit mitgeteilt

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