Energieberater: Ehepaar kann mit Photovoltaik auf dem Dach hohe Rentabilität erzielen

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Erneuerbare Energien findet Ehepaar Schäfer gut. Deshalb überlegen sich die Beiden, ihr Eigenheim entsprechend umzurüsten. Aber dabei müssen sie einiges bedenken.

Lünen

, 10.08.2019, 14:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Ehepaar Schäfer hat ein Eigenheim, das aus den 60er Jahren stammt. In den 80er Jahren haben die Beiden ihr Haus komplett renoviert.

Nun überlegen sie, erneut an ihrem Objekt etwas machen zu lassen, um die Betriebskosten zu minimieren. Erneuerbare Energien finden sie interessant, sie haben einiges darüber gelesen.

Aber bevor sie tatsächlich Handwerker beauftragen, wollen sie sich noch informieren, was wirklich realistisch und sinnvoll ist. Deshalb haben sie einen Termin mit Energieberater Dieter Meyer von der Verbraucherzentrale vereinbart.

Möglich wären eine neue Heizungsanlage, eine Photovoltaik fürs Dach oder Solarthermie. Alles keine preiswerten Anschaffungen. Aber das Ehepaar überlegt, gespartes Geld für ihr Haus einzusetzen, da andere Anlagen in der Niedrigzinsphase derzeit kaum Rendite bringen.

Hausbesitzer kennen ihr Gebäude genug

„Am Gebäude liegt eigentlich nichts an, weil es in den 80ern umfassend renoviert wurde“, erklärt Meyer dem erstaunten Ehepaar. Das froh ist, noch keine Aufträge erteilt zu haben und sich stattdessen erstmal anbieter-unabhängig zu informieren.

Viele Unterlagen brauchten sie zu dem Termin nicht mitbringen. Das weiß Meyer auch aus langjähriger Erfahrung: „Wenn die Leute ungefähr so alt sind wie ihr Haus, haben sie meistens alle nötigen Infos im Kopf. Zumal das Ehepaar selbst das Haus hat renovieren lassen.“

Anders sieht es aus, wenn Ratsuchende ein Haus gerade gekauft haben. Dann sollten sie schon Unterlagen zur Beratung mitbringen.

Auch wenn die Schäfers energietechnisch schon gut ausgerüstet sind, können sie, wenn sie wollen, eine Photovoltaikanlage auf dem Dach anbringen.

Anlagen sind mittlerweile kostengünstig geworden

„Da können sie ihr Geld sinnvoll einsetzen und haben mit Photovoltaik sogar noch die höchste Rentabilität,“ rät Meyer. Die Hausbesitzer sollten den so erzeugten Strom so viel es geht, selbst nutzen. „Aber die Anlagen sind mittlerweile so kostengünstig geworden, dass man auch noch etwas daran verdienen kann, wenn man Strom, den man selbst nicht nutzt, einspeist.“

Eingespeister Strom bringt den Besitzern der Fotovoltaikanlagen immerhin derzeit eine Rendite von 3 bis 3,2 Prozent. Deutlich mehr als andere Geldanlagen in der Niedrigzinsphase.

Heizsysteme für Neubauten

Hausbesitzer, die Fragen zu erneuerbaren Energien und Senkung ihrer Betriebskosten haben, sind das klassische Klientel des Energieberaters. Es kommen aber auch Ratsuchende, die neu bauen und dann nach dem besten Heizsystem fragen. Bevor sie sich beispielsweise für eine Alternative entscheiden, die ihnen ihr Bauträger vorschlägt.

Die Verbraucherberatung bietet Rat und Hilfe in der Beratungsstelle, Kirchstr. 12, Tel. (02306) 3013801. Öffnungszeiten: Montag 9 bis 13 Uhr, 13.30 bis 17 Uhr, Mittwoch: 9 bis 13 Uhr, 14 bis 18 Uhr, Donnerstag 9 bis 13 Uhr, 13.30 bis 17 Uhr und Freitag 9 bis 13 Uhr. Die Energieberatung ist kostenlos, aber es muss vorher ein Termin vereinbart werden.
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