Erneute Kandidatur der beiden Pfarrer ist noch offen

Nach ergebnislosem Wahlgang

Nach der vorerst ergebnislosen Pfarrwahl der Evangelischen Kirchengemeinde soll es noch vor dem 6. März einen dritten Wahldurchgang geben. Es ist jedoch unklar, ob die beiden Kandidaten noch einmal antreten. Presbyteriums-Vorstizende Anja Bunkus glaubt nicht daran: "Normalerweise treten Kandidaten dann zurück."

LÜNEN

, 17.02.2016 / Lesedauer: 2 min
Erneute Kandidatur der beiden Pfarrer ist noch offen

Stadtkirche St. Georg

Die Presbyter der Evangelischen Kirchengemeinde hatten sich am Sonntag weder für Pfarrer Michael Helmert (36) noch für Pfarrer Stefan Föste (31) als neuem Pfarrer für Wethmar entscheiden können. Viele der insgesamt 20 Presbyter enthielten sich, sodass keiner der Kandidaten die nötige Mehrheit von elf Stimmen erreichte.

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Bisher hätten weder Helmert noch Föste nach der enttäuschenden Wahl ihren Rückzug erklärt, sagt Uwe Bitzel von der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Evangelischen Kirchenkreises Dortmund. Doch das sei theoretisch noch bis zu einer Minute vor dem dritten Wahlgang möglich.

Das bestätigt auch die Vorsitzende des Presbyteriums, Pfarrerin Anja Bunkus. „Es ist deutlich geworden, dass wir zwei sehr unterschiedliche Kandidaten hatten“, sagt sie. Sie glaubt, dass das Alter der beiden eine Rolle gespielt habe. „Wir haben uns alle nicht klar gemacht, dass man mit 30 doch andere Begabungen mitbringt als mit 50. Man hat mehr Frische und Elan, aber eben auch weniger Erfahrung“, versuchte sie, eine Erklärung zu finden.

Sollte einer der beiden Pfarrer zurücktreten, müsse der andere trotzdem zur Wahl antreten und elf Stimmen erhalten, um die Stelle zu bekommen.

"Ich sag es ganz ungeschminkt"

Bunkus glaubt nicht, dass sich Helmert und Föste noch einmal zur Wahl stellen werden. „Ich sag‘ es jetzt ganz ungeschminkt: Normalerweise treten Kandidaten dann zurück.“ Die Kirchengemeinde werde die Pfarrstelle in diesem Fall neu ausschreiben, „und dann warten wir, was passiert“.

Stefan Föste wollte sich bisher zur Frage nach einer erneuten Kandidatur noch nicht äußern, Michael Helmert war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

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