Der Martinsumzug in der Lüner Innenstadt ist beliebt. Doch in diesem Jahr musste er wieder abgesagt werden. Grund sind die Corona-Auflagen. © Foto Blaszczyk (A)
Corona-Auflagen

Erste Martinsumzüge in Lünen abgesagt: Einer könnte aber doch stattfinden

Endlich wieder mit bunten Laternen das Martinsfest feiern, das wünschen sich viele Kinder. Doch in der Pandemie ist das schwierig. Einige Umzüge sind abgesagt, einer soll aber wohl stattfinden.

Es ist eine lieb gewordene Tradition: Mit ihren Laternen ziehen die Kinder durch die Straßen. In der Lüner Innenstadt organisiert der CityRing jedes Jahr einen Martinsumzug. Die Pandemie allerdings hat einen Schatten auf das Lichterfest geworfen: Auch diesmal fällt die Veranstaltung zu St. Martin in der City wieder aus. „Es ist nicht so, dass wir nicht wollen“, sagt CityRing-Vorsitzender Helmut von Bohlen. Aber weil nicht gewährleistet sein könne, dass notwendige Abstände eingehalten werden, könne ein Umzug nicht durchgeführt werden. „Wir hoffen auf Verständnis“, so von Bohlen. Aber die Auflagen einer Veranstaltung mit mehreren hundert Teilnehmern seien nicht zu erfüllen.

Genauso argumentiert die Stadt Lünen. Alle Sonderveranstaltungen wie Nikolaus per Schiff, Fackelschwimmen und auch Martinsumzug fielen weg, weil die Stadt weder die 3G-Regeln (geimpft, genesen, getestet) kontrollieren könne, noch die Einhaltung der Abstandsregeln.

Martinsumzug in Alstedde fällt aus: Risiko zu hoch

Beliebt ist auch der große Martinsumzug in Alstedde, den seit vielen Jahren Thomas Göcke auf die Beine stellt. „Vor einem Monat habe ich beschlossen, ihn auch diesmal nicht zu organisieren“, sagt er auf Anfrage der Redaktion. Er trage die Verantwortung für die Einhaltung der Corona-Regeln: „Das Risiko ist mir zu groß, das kann ich nicht stemmen.“

Die Kinder in Alstedde sollen aber nicht leer ausgehen. Der Verein „Lüner helfen Lünern“ werde Brezeln verteilen. „Wir lassen uns für die Kinder etwas einfallen“, kündigt Göcke an.

Das tut auch der Schützen-Verein Wethmar. In diesem Jahr kommt St. Martin mit dem Trecker statt mit dem Pferd und wird die Kinder mit Laternen an fünf unterschiedlichen Treffpunkten begrüßen. An Bord sind dann auch die aus Stoff handgefertigten Martinstüten. Der Kauf der Abholkarte für die Martinstasche ist nur in den entsprechenden Kitas in Wethmar möglich. Der Unkostenbeitrag für die Martinstüte beträgt 5 Euro. Der Verkauf endet am Donnerstag, 28. Oktober. Auf der Abholkarte stehen die Treffpunkte sowie die Uhrzeiten.

Volksparkfreunde sind optimistisch

Guter Dinge, das Martinsfest durchführen zu können, ist Andreas Dahlke von den Volksparkfreunden in Brambauer. Am Sonntag, 14. November, soll St. Martin auf dem Pferd in den Volkspark reiten. Da es dort einen Eingang gebe, seien die Auflagen gut zu kontrollieren. Letztlich müsse das Ordnungsamt aber noch zustimmen. Auch die Uhrzeit stehe noch nicht genau fest. Üblicherweise geht es um 16 Uhr los. Unterstützt wird die Veranstaltung von den Bramis, dem Schützenverein und der Feuerwehr. Auch Brezeln zum Selbstkostenpreis soll es wieder geben.

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Redaktion Lünen
Lünen ist eine Stadt mit unterschiedlichen Facetten. Nah dran zu sein an den lokalen Themen, ist eine spannende Aufgabe. Obwohl ich schon lange in Lünen arbeite, gibt es immer noch viel zu entdecken.
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Magdalene Quiring-Lategahn