Erster Vorsatz fürs Neue Jahr: In kleinen Schritten mehr Energie sparen

rnVerbraucher-Serie

Gute Vorsätze gehören zum Jahreswechsel. Die Lüner Verbraucherberater empfehlen da einen Vorsatz, der nicht nur Gutes tut, sondern auch noch Geld spart.

Lünen

, 31.12.2019, 11:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Alle Jahre wieder starten viele Menschen ins Neue Jahr mit guten Vorsätzen. Der eine will sich das Rauchen abgewöhnen, der andere mehr Sport treiben und weniger Süßigkeiten essen. Wie lange es dauert, bis die guten Vorsätze über Bord geworfen werden, ist unterschiedlich. Das Team der Lüner Verbraucherberatung rät, sich mit dem eigenen Energieverbrauch zu beschäftigen und in leichten Schritten Energie zu sparen. Der Umwelt und dem eigenen Geldbeutel zuliebe. Wie das geht, erklärt das Team um Energieberater Dieter Meyer in Fragen und Antworten.

? Was kann man tun, um den Stromverbrauch zu senken? Steckerleisten benutzen, rät der Fachmann. Bis zu zehn Prozent des Stromverbrauchs in einem normalen Haushalt fallen alleine durch Stand-by-Verluste an. Mit Steckerleisten lassen sich elektrische Geräte dagegen schnell wirklich ausschalten.

? Wie kann man kalte Füße vermeiden und trotzdem Heizenergie sparen? Hier rät Dieter Meyer, zu programmierbaren Thermostat-Ventilen zu greifen. Sie ermöglichen die automatische Absenkung der Raumtemperatur, wenn sowieso niemand zu Hause ist oder alle Bewohner schlafen. „Einmal installiert und programmiert sparen die Thermostat-Ventile ohne weiteres Zutun jeden Tag Heizenergie“, sagt Meyer.

? Was spricht für den Umstieg auf LEDs? Es ist ja schon lange bekannt, dass LEDs mit deutlich weniger elektrischer Energie auskommen als die alten Glühbirnen oder Halogenlampen. Inzwischen erzeugen die neuen Modelle außerdem ein ebenso warmes und gemütliches Licht wie die alten Energiefresser. Meyer rät: „Achten Sie beim Kauf auf die Kelvin-Angabe (K): 2700 K versprechen ein warmes Licht und senken dennoch die Stromrechnung. Wer echtes Tageslichtweiß beim Licht bevorzugt, sollte zu LEDs mit 5000 K und mehr greifen.“

? Wie kann man sonst noch durch einfache Mittel Energie sparen? Man sollte - nicht nur auch Sicherheits-, sondern auch aus Energiespargründen - nachts die Rollladen herunter lassen. Denn besonders bei alten Fenstern verlieren Haus oder Wohnung in der kalten Jahreszeit über die Glasflächen viel Energie. Nachts kann das verhindert werden, denn heruntergelassene Rollläden verringern den Wärmeverlust.

? Kann man auch unter der Dusche Energie und Geld sparen? Ja, sagt Meyer: „Indem man den Duschkopf wechselt.“ Bei einer „Sparbrause“ fließen nur noch etwas sechs Liter Wasser pro Minute durch den neuen Duschkopf. Bei anderen Standard-Duschköpfen sind es zwölf oder mehr Liter. Also kann man den Verbrauch von warmen Wasser beim Duschen halbieren. Allerdings muss man darauf achten, ob ein Spar-Duschkopf kompatibel mit dem hydraulischen Elektro-Durchlauferhitzer ist. Läuft nämlich da zu wenig warmes Wasser, schaltet sich der Durchlauferhitzer komplett ab.

? Wo bekommt man weitere Tipps und Hinweise zum Energiesparen? Energieberater Dieter Meyer berät nach Terminvereinbarung bei der Verbraucherberatung, Kirchstr. 12, Tel. (02306) 30 138-01. Auch über die Telefone der NRW-Verbraucherzentrale, Tel. (0211) 33 99 65 55, und im Internet kann man Termine vereinbaren. Auch direkt bei sich zuhause kann man sich beraten lassen. Der sogenannte Basis-Check ist mittlerweile kostenfrei und kann ebenfalls in der Verbraucherberatung vereinbart werden. Gefördert wird die Energieberatung der Verbraucherzentrale vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Jutta Gülzow, Leiterin der Lüner Verbraucherberatung, empfiehlt zudem: „Man kann sich bei uns kostenlos ein Strommessgerät ausleihen, um den eigenen Energieverbrauch zu messen.“

Hier geht es zu allen bisher erschienenen Teilen unserer Verbraucher-Serie:

Die Verbraucherberatung bietet Rat und Hilfe in der Beratungsstelle, Kirchstr. 12., Tel. (02306) 30 13 801, Mail: luenen@verbraucherzentrale.nrw, Öffnungszeiten: Montag 9 bis 13 Uhr, 13.30 bis 17 Uhr, Mittwoch: 9 bis 13 Uhr, 14 bis 18 Uhr, Donnerstag 9 bis 13 Uhr, 13.30 bis 17 Uhr und Freitag 9 bis 13 Uhr.
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