Es gehört Mut dazu, in Zeiten wie diesen ein Restaurant zu eröffnen. © Quiring-Lategahn
Meinung

Existenzgründung in Corona-Zeiten: Sinnvoll oder blauäugig?

Die Corona-Krise hat Existenzen vernichtet. Die Zeiten sind schwierig. Wer sich jetzt selbständig macht, hat viel Gottvertrauen oder ist ein unerschütterlicher Optimist, findet unsere Autorin.

Die Infektionszahlen steigen. Viele Menschen ziehen sich aus Angst wieder in ihr Schneckenhaus zurück. Die Gastronomie, die von mehreren Lockdowns der Pandemie besonders hart betroffen war, muss sich mit der 2G-Regel (geimpft und genesen) auseinandersetzen. Was noch kommt, weiß momentan niemand. In dieser undurchsichtigen Gemengelage wagt ein junger Existenzgründer den Sprung ins kalte Wasser. Mit der Übernahme des alteingesessenen Restaurants Akropolis will er sich eine berufliche Zukunft aufbauen. Ist das jetzt blauäugig oder besonderer Unternehmergeist?

Im Fall von Emrison Krasniqi wohl eher letzteres. Der 31-Jährige kennt das Geschäft. Er hat jahrelang in der Gastronomie in Rheine gearbeitet und auch den Niedergang des Lokals durch die Corona-Krise erlebt. Jetzt also auf ein Neues: Mit dem Akropolis in Lünen kann sich Krasniqi quasi in ein gemachtes Nest setzen. Er übernimmt vom Teller bis zur Einrichtung das komplette Lokal, samt des bewährten Konzepts.

Nur die Speisekarten bekommt einige neue Nuancen. Neben dem bekannten Servicepersonal steht ihm anfangs auch der ehemalige Pächter beratend zur Seite. Das hilft, die ersten Klippen elegant zu umschiffen. Es ist quasi ein Tandem-Start, gepaart aus Wagemut und Erfahrung. Diese Modell klingt erfolgsversprechend und keineswegs blauäugig.

Über die Autorin
Redaktion Lünen
Lünen ist eine Stadt mit unterschiedlichen Facetten. Nah dran zu sein an den lokalen Themen, ist eine spannende Aufgabe. Obwohl ich schon lange in Lünen arbeite, gibt es immer noch viel zu entdecken.
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Magdalene Quiring-Lategahn