Faire Kaffeebecher eingeführt: Lippe Berufskolleg ist „Fairtrade School“

Auszeichnung

Faire Kaffeebecher, die bis zu 500 Mal benutzt werden können, und ein Warenautomat mit fair gehandelten Produkten: Das Lippe Berufskolleg ist jetzt auch offiziell „Fairtrade School“.

Lünen

20.04.2021, 11:15 Uhr / Lesedauer: 1 min
Schulleiterin Rita Vonnahme (l.) und das Nachhaltigkeits-Team um Marcel Zweigel (2.v.l.), Andreas Dettmann (2.v.r.) und Inga Müller (r.) freuen sich über die Auszeichnung, die aufgrund der aktuellen Lage digital stattfand. Die Schüler, die im Fairtrade-Team ebenfalls mitwirken, konnten aufgrund des Distanzunterrichts bei der digitalen Auszeichnung nicht dabei sein.

Schulleiterin Rita Vonnahme (l.) und das Nachhaltigkeits-Team um Marcel Zweigel (2.v.l.), Andreas Dettmann (2.v.r.) und Inga Müller (r.) freuen sich über die Auszeichnung, die aufgrund der aktuellen Lage digital stattfand. Die Schüler, die im Fairtrade-Team ebenfalls mitwirken, konnten aufgrund des Distanzunterrichts bei der digitalen Auszeichnung nicht dabei sein. © Lippe Berufskolleg

Das Lippe Berufskolleg Lünen (LBK) freut sich über die Auszeichnung „Fairtrade-School NRW“. Es erhielt sie nun offiziell im Rahmen einer digitalen Videokonferenz. Damit zählt das LBK bundesweit zu 715 Schulen, die diesen Titel tragen.

Dem gemeinsamen Einsatz des Fairtrade-Schulteams des LBKs ist es zu verdanken, dass der Fairtrade-Gedanke in vielen Bereichen des schulischen Alltags integriert wurde. Schulleitung Rita Vonnahme sagte: „Wir tragen hiermit unseren Teil dazu bei, das Bewusstsein für einen gerechten Welthandel zu stärken.“

Das LBK hat unter anderem einen fairen Kaffeebecher (FairCup) am Schulkiosk eingeführt. Den Becher gibt es für 1,50 Euro. Er kann bis zu 500 Mal benutzt werden. Außerdem konnte durch einen Projekttag zur Nachhaltigkeit die Finanzierung eines Fair-o-Maten realisiert werden. Der Warenautomat bietet fair gehandelte Produkte und funktioniert ohne Energieverbrauch.

Bewusstsein für faire Produkte

Dieter Overath, Vorstandsvorsitzender von TransFair, freut sich über das junge Engagement für den fairen Handel. „Die Schüler von heute sind die Entscheider von morgen. Wenn wir es schaffen, dass nachkommende Generationen ein Verantwortungsbewusstsein für faire Produkte und nachhaltigen Konsum entwickeln, kommen wir dem fairen Welthandel ein großes Stück näher“, so Overath weiter.

Seit 2012 engagieren sich Schüler und Lehrer mit der Fairtrade-Schools-Kampagne bundesweit für einen gerechteren Handel. Als offizielles Projekt der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ trägt die Kampagne dazu bei, die UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung umzusetzen: Die Schulen verankern den fairen Handel im Schulalltag und schaffen bei Schülern sowie Lehrkräften ein Bewusstsein für eine nachhaltige Entwicklung.

Thema im Unterricht

Darüber hinaus zeigt die Kampagne konkrete Handlungsoptionen auf. Für den Titel Fairtrade-School müssen sie fünf Kriterien erfüllen: Zunächst muss sich ein Fairtrade-Schulteam gründen und im sogenannten „Kompass“ die Ziele als zukünftige Fairtrade-School festgehalten werden. Neben dem Einsatz von fairen Produkten an der Schule wird der faire Handel im Unterricht behandelt und mindestens eine Veranstaltung zum fairen Handel wird im Schuljahr organisiert.

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