Familie Thoy aus Lünen liebt Oldtimer: „Für mich hat der Käfer einen geilen Sound“

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Familie Thoy ist begeistert von Oldtimern. Heinz Thoy liebt sein Käfer-Cabrio, das seit 45 Jahren auf der Straße ist. Seine Frau Birgit fährt einen Mercedes, den früher ihr Vater lenkte.

Lünen-Süd

, 13.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Er läuft und läuft und läuft! Auch wenn der VW Käfer Cabriolet 1303 LS von Heinz Thoy seit mehr als vier Jahrzehnten über die Straßen rollt, an ein Ende ist nicht zu denken: Der legendäre Käfer ist einfach langlebig und gut.

„Für mich hat der Käfer einen geilen Sound. Insbesondere das einzigartige Motorgeräusch hat mich seit Jahren begeistert. Ich komme einfach nicht davon los, warum auch?“, so der Lünen-Süder Oldtimerfan.

Für Jedermann bezahlbar

Ursprünglich galt der Käfer als schlicht, zuverlässig und langlebig. Der Kofferraum vorne, der luftgekühlte Motor hinten, Chromstoßstange und ein paar Pferdestärken unter der Haube: Mehr gab es nicht, und das war für jedermann bezahlbar. Ein ideales Erfolgsmodell für die Nachkriegszeit und der Beweis für den gelungenen Wirtschaftsaufschwung in der alten Bundesrepublik.

Käfer lief 1974 als Luxusversion vom Band

Das „Schmuckkästchen“ von Heinz Thoy hebt sich von der VW-Grundausstattung jedoch ein wenig ab. „Das LS steht für heizbare Heckscheibe, Teppichboden im Innenbereich und ein Zweistufengebläse. Damals am 14. April 1974, als mein VW vom Band lief, gehörten die drei Ausstattungsmerkmale zur Luxusversion“, so der Vorsitzende der „Interessengemeinschaft der Luftgekühlten“.

Das schwarze Nappaleder, die 1,6-Liter-Maschine, die Frontscheibe mit Sonnenblende, der zweite Außenspiegel sowie die ATS-Leichtmetallfelgen erhöhen zugleich den Komfort. Dazu das umklappbare Faltdach und der smaragdgrüne Metalliclack als Blickfang.

„Mittlerweile hat mein Cabriolet über 100.000 Kilometer zurückgelegt. Das ist doch eine tolle Laufleistung. Sollte doch etwas passieren, kann ich kleine Reparaturen immerhin noch selbst, ohne Hilfe einer Werkstatt erledigen. In der heutigen Zeit ist das doch fast unmöglich“, so Thoy. Seit einem Vierteljahrhundert gehört der VW Käfer zum Fuhrpark von Heinz Thoy.

Zu Oldtimer- und Käfertreffen, teilweise auch zum Einkaufen, holt er den Wagen gerne aus seiner Garage. Einzige Bedingung sei schönes Wetter. Selbstverständlich ist das 45 Jahre alte Gefährt mit einem Oldtimerkennzeichen ausgestattet.

Nichts von Schönheit und Spritzigkeit eingebüßt

Der Oldtimer von Birgit Thoy hat den Stern auf der Haube. Der Mercedes 300 SE hat auch nach mehreren Jahrzehnten von seiner Schönheit, Eleganz und Spritzigkeit nichts eingebüßt.

Viergangautomatik, 179 PS unter der Haube, 220 Km/h Spitze, elektrische Fensterheber, elektronisch verstellbare Außenspiegel, Chromeinstiegsleisten mit der Aufschrift „Mercedes-Benz“, blaue Velourpolster vorne und hinten - all das bietet der Oldtimer.

Mercedes vom Vater geerbt

Dazu Sitzheizung und Leichtmetallfelgen auf den Breitreifen. Bei den Autobauern aus Stuttgart lief dieses Modell von September 1979 bis Oktober 1991 vom Band. Die Baureihe W126 und somit auch der Mercedes 300SE von Birgit Thoy gehörte seinerzeit zu den Weltmarktführern im Oberklassensegment.

„Früher hatten meine Eltern einen Käfer. Als ich endlich den Führerschein hatte, bin ich auf Mercedes umgestiegen. Mal einen ,280er‘, mal die C-Klasse, und schließlich, nach dem Tod meines Vaters Günter Ziepke, der 300SE. Den Wagen habe ich aus dem Familienbesitz übernommen“, so Mercedesfan Birgit Thoy.

Auch nach einer Laufleistung von 277.000 Kilometern zeigt das Auto keinerlei Ermüdungserscheinungen.

„Wenn ich heute an die Tankstelle fahre, wird man arm. Denn das Füllen des 90-Liter-Tanks kostet schon ein Vermögen. Aber egal. Ich fahre meinen Mercedes sehr gerne. Es ist halt etwas Außergewöhnliches, mit meinem Oldtimer unterwegs zu sein“, meint Birgit Thoy.

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