Fast fertig: Altes Hertie-Haus nimmt Gestalt an

Arbeiten am Marktplatz

Am ehemaligen Hertie-Haus sind die Hüllen gefallen – fast. Das Gerüst an Lünens größter Baustelle wird zurzeit demontiert. Mit ihm verschwinden nach zweijähriger Umbauphase auch die Planen, die die Umgebung vor Staub schützen sollten. Jetzt wird die Fassadengestaltung deutlich sichtbar, mit Klinker und Laubengängen.

LÜNEN

, 16.08.2016, 17:14 Uhr / Lesedauer: 1 min
Fast fertig: Altes Hertie-Haus nimmt Gestalt an

Das alte Hertie-Haus und die Marktplatzbaustelle

„Das Gebäude zeigt sein Gesicht“, freut sich Friedhelm Deuter, Geschäftsführer des Bauvereins zu Lünen. Das Wohnungsunternehmen hat die seit Jahren leer stehende Immobilie im Herzen der Stadt gekauft und zu einem modernen Wohn- und Geschäftshaus umgebaut.

Inzwischen haben die Arbeiten am Marktplatz begonnen. Der Bauverein übernimmt die Gestaltung von der ersten Baumreihe bis zum Gebäude. „Da stören die Gerüste“, sagt Friedhelm Deuter.

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Auf der Zielgeraden

Die Mieter der Wohnungen haben sich in dem Gebäude bereits häuslich eingerichtet. Die Volksbank Waltrop wird die Tore für die Kunden am 29. August eröffnen. Für die Bäckerei Kanne sowie Fleischerei und Cateringservice Stolzenhoff ist der 1. November als Eröffnungstermin vorgesehen.

Auf der Zielgeraden befindet sich die Fertigstellung, auch wenn zwischenzeitlich Verzögerungen eingetreten sind. Der Umbau des ehemaligen Hertie-Hauses ist ein Großprojekt. Aus einem massiven Baukomplex, der lange Zeit leer stand und als hässlicher Schandfleck galt, ist ein filigraneres Bauwerk geworden.

Vorbild für andere Städte

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Dazu hat die Uding Projektmanagement GmbH die Stockwerke abgetragen: zur Marktseite bleiben vier, an der Rückseite drei. Im Inneren wurde ein Drittel der alten Bausubstanz herausgeschnitten, um einen grünen Innenhof anzulegen. „Das wird im Oktober passieren. Da ist geeigneteres Wetter für die Bepflanzung“, so Deuter. In Fachkreisen wird die Umgestaltung des ehemaligen Hertie-Gebäudes interessiert verfolgt. Denn viele Städte kennen das Problem leer stehender Kaufhäuser.

Der Bauverein investiert 14 Millionen Euro in das Projekt. Es trägt maßgeblich zur Aufwertung der Innenstadt bei. Im Gegensatz zu ursprünglichen Plänen hat sich die Umbauphase um knapp ein Jahr verlängert.

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