Fast zehn Jahre passierte nichts: Jetzt gibt es in Alstedde gleich zwei neue Zebrastreifen

rnAlstedder Straße

Gut Ding will Weile haben, heißt ein Sprichwort. Im Falle eines Fußgängerüberweges auf der Alstedder Straße waren es fast zehn Jahre. So lange dauerte es vom ersten Antrag zur Realisierung.

von Nadine Gode

Alstedde

, 30.04.2019, 11:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Kein Geld für Querungshilfe“, hieß es im Dezember 2009, nachdem der Antrag der CDU für die Überquerungshilfe abgelehnt wurde. Es gebe angesichts der Haushaltslage zum damaligen Zeitpunkt sinnvollere Punkte für einen Zebrastreifen, erklärte damals Herbert Jahn, selbst CDU-Politiker. Die Verwaltung verwies im zuständigen Fachausschuss auf das vergleichsweise schlechte Kosten-/Nutzenverhältnis, da es den Bedarf überwiegend nur bei Beerdigungen gebe. Aber auch schon 2009 war aus Sicht des Ausschusses klar, das Projekt sei nicht endgültig ad acta gelegt, stattdessen nur bis auf Weiteres verschoben.

Mehr Sicherheit für Friedhofsbesucher

2016 forderte die CDU den Übergang erneut. Wegen des Parkplatzmangels auf der Alstedder Straße parkten viele Friedhofsbesucher in der Lippkampstraße und müssen so die Alstedder Straße überqueren, begründeten die Christdemokraten ihren Antrag. Ohnehin habe der Verkehr in diesem Bereich stark zugenommen. Die Geschwindigkeitsbegrenzung – es gilt Tempo 50 – „wird von einigen Verkehrsteilnehmern deutlich überschritten“, so die CDU weiter.

Im Juni 2017 dann gute Nachrichten für die Friedhofsbesucher, der Überweg wurde im Ausschuss für Sicherheit und Ordnung einstimmig genehmigt und die erforderlichen Mittel im Haushalt eingestellt. „Somit wartet die CDU auf die Umsetzung des Beschlusses“, sagte Günter Langkau 2017 für die CDU.

Auch der südliche Gehweg wird saniert

Nachdem fast zehn Jahre nichts passierte, erhält die Alstedder Straße nun gleich zwei Fußgängerübewege im Abstand von circa 300 Metern. Neben dem von der CDU und dem gesamten Ausschuss geforderten Zebrastreifen in Höhe des Friedhofes lässt die Stadt einen zweiten anlegen.

Nur wenige hundert Meter weiter gibt es diesen Zebrastreifen. Er soll laut Stadt den Schulweg sicherer machen.

Nur wenige hundert Meter weiter gibt es diesen Zebrastreifen. Er soll laut Stadt den Schulweg sicherer machen. © Laura Schulz-Gahmen

„Der zweite Zebrastreifen wird angebracht, um den Schülerinnen und Schülern aus den angrenzenden Wohngebieten bei der Überquerung der Alstedder Straße zu helfen“, erläutert Stadtsprecher Benedikt Spangardt auf Anfrage.

Außerdem werde ab dem 8. Mai auch der südliche Gehweg der Alstedder Straße zwischen Zum Reygers Hof und Lippkampstraße erneuert. Die Arbeiten sollen voraussichtlich eine Woche dauern,

Alle drei Maßnahmen - die zwei Fußgängerüberwege mit Beleuchtung und die Gehwegsanierung - kosten laut Stadtsprecher rund 170.000 Euro. Die Arbeiten an den Fußgängerüberwegen sind schon relativ weit fortgeschritten. Allerdings, so schränkt Spangardt ein: „Die endgültige Freigabe wird noch etwas dauern, weil die Lieferzeit der Beleuchtungsmaste relativ lang ist.

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