Festival hat nur mit neuen Sponsoren eine Zukunft

Rock im Loch

Veranstaltung mit Magnetwirkung: Aus einem Umkreis von etwa 100 Kilometern kamen Musikfans zur Veranstaltng "Rock im Loch". Etwa 1300 Teilnehmer kamen zum Festivalgelände im Seepark Horstmar, mehr als im vergangenen Jahr. Trotzdem gibt es Sorgenfalten beim Veranstalter.

LÜNEN

von Von Claudia Briesemann

, 05.09.2011, 14:41 Uhr / Lesedauer: 2 min

 „Rock im Loch meets Hell on Earth“ hieß es im Seepark Horstmar. Sechs der zwölf vertretenen Bands touren gerade mit der „Hell on Earth Tour 2011“ durch Europa. Zum neunten Mal fand das Festival „Rock im Loch“ statt. Die Spannbreite der Musikrichtungen reichte diesmal von Punk und Alternative bis Metal und Hardcore.

Die Bands wurden vom Publikum sehr gut angenommen. Das fand auch Dominique Pünter, Buchhalter und Mitorganisator des Festivals: „Die Meute hat gefeiert und bei den Topacts `Evergreen Terrace` und `Unearth` hat hier die Hölle gebrannt.“ Ebenso „ordentlich gerockt“ habe die Band „Casey Jones“, die man vermutlich ein letztes Mal in Lünen erleben konnte.Nach dem Ende der Veranstaltung habe man aber auch insgesamt eine „sehr gute Bilanz“ ziehen können, so Pünter. Es habe so gut wie keine Zwischenfälle gegeben und Krankenwagen mussten nur ausrücken, um kleinere Verletzungen wie Verstauchungen und Schnitte durch Stürze zu behandeln. Lediglich eine Person habe deutlich zu viel Alkohol getrunken und versorgt werden müssen.

Das Thema „Sicherheit“ sei kein Problem gewesen. So habe sich ein BAK-Sicherheitsbediensteter geäußert. Geärgert hat sich Pünter allerdings über die etwa 300 Personen, die keinen Eintritt für das Festivalgelände bezahlt und sich auf einem benachbarten Hügel niedergelassen haben. Die Beseitigung des von ihnen produzierten Mülls habe enorme zusätzliche Kosten verursacht. „Ich bin sehr enttäuscht von den Leuten.“

Dabei war das Thema Kosten schon immer ein Problem für die Veranstalter. Deshalb muss man auch seit dem letzten Jahr für das abgesperrte Festivalgelände Eintritt bezahlen. Trotz Sponsoren sei man in den letzten Jahren immer im Minus gewesen und so werde es auch dieses Jahr wieder aussehen, so der Buchhalter. Daher konnte dieses Jahr auch nur „Rock im Loch“ stattfinden. Das Konzert „Elaketronik“ habe man aus finanziellen Gründen nicht wieder organisieren können. Am Samstag habe man aber auch keinen guten Umsatz mit den Ständen gemacht. Allenfalls die Merchandisingprodukte seien sehr gefragt gewesen. Man arbeite jetzt daran, mit den Sponsoren zu verhandeln und neue zu finden, ansonsten sehe es schlecht aus für die Zukunft des Rockfestivals am Seepark.

Denn „noch so ein Minus können wir uns nicht leisten“, meint Pünter. Doch man kämpfe nun darum, das Festival auch nächstes Jahr wieder stattfinden zu lassen, allen voran die 70 ehrenamtlichen Mitglieder der Crew, die in den letzten sieben Monaten mit der Planung beschäftigt waren.

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