Feuerwehreinsatz am Trianel-Kraftwerk beendet

Freigesetzter Kohlenstaub

Das Trianel-Kraftwerk in Lünen ist am Mittwochmittag abgeschaltet worden. Ein Sensor im Kühlsystem hatte Alarm geschlagen - was die Abschaltung automatisch zur Folge hat. Zudem alarmiert er die Feuerwehr. Die Ursache für den Alarm ist mittlerweile gefunden.

LÜNEN

, 07.09.2016, 17:07 Uhr / Lesedauer: 2 min

Update 19:31

Laut einer Pressemitteilung Trainels wurde der Feuerwehreinsatz am Kohlenkraftwerk in Lünen gegen 16:30 Uhr beendet. Kohlenstaub war ausgetreten, weil Anschlussstück an einer der vier Kohlenmühlen defekt war. Durch einen Druckanstieg in der Mühle hat sich in dem Anschlussstück, dass aus Textilgewebe besteht, ein Riss gebildet. Die Techniker vermuten, dass der Defekt die Folge der automatisierten Abschaltung des Kraftwerks ist: Diese soll durch ein Druckverlust im Kühlwassersystem ausgelöst worden sein. Nach derzeitigem Stand wird ein Bedienungsfehler bei Wartungsarbeiten vermutet.

Niemand sei zu Schaden gekommen und auch ein Brand wurde nicht entdeckt. Die Technik des Kraftwerks soll durch den Zwischenfall keinen Schaden genommen haben. In Kürze soll der Betrieb wieder aufgenommen werden. Stefan Paul, Geschäftsführer des Kraftwerks, bedankt sich in der Pressemitteilung bei der Lüner Feuerwehr für den schnellen und vorbildlichen Einsatz.

 

Ursprungsmeldung

Gegen 14 Uhr hat einer der Überwachungssensoren des Trianel-Kraftwerks Alarm geschlagen: Er hat einen Druckabfall im Kühlsystem der Anlage registriert. Sicherheitshalber wird dadurch sofort das gesamte Kraftwerk herunter gefahren und die Feuerwehr alarmiert. 

Die ist zu einem Großeinsatz ausgerückt - zumal die Feuerwehrleute auf dem Weg Qualm gesehen haben wollen. Vor Ort haben sie jedoch kein Feuer vorgefunden. Allerdings ist durch den Druckabfall im Kühlsystem und das automatische Herunterfahren ein Verbindungsteil an einem Heizkessel beschädigt worden. "Kurz ist ein Überdruck entstanden, der ein Verbindungsstück von Kohlemühle zu Kessel beschädigt hat", sagt Maik Hünefeld. Dabei sei Kohlenstaub ausgetreten - was sofort einen Feueralarm zur Folge hat und die Sprinkleranlage auslöst. Möglicherweise hätten die Feuerwehrleute das gesehen, so Hünefeld.

Mitarbeiter suchen Ursache für den Druckabfall

Noch ist die Ursache für den Druckabfall nicht gefunden. Sicher ist laut Hünefeld jedoch bereits, dass niemand verletzt ist, die Mitarbeiter sind vollständig aus dem Kraftwerk versammelt worden.

Wann das Kraftwerk wieder hochgefahren und in Betrieb genommen werden kann, ist noch ungewiss. Mitarbeiter suchen erst noch nach der Ursache für den Druckabfall. Auch ob die Sprinkleranlage oder der Überdruck bei der Abschaltung weiteren Schaden angerichtet hat, sei noch nicht klar, sagt Maik Hünefeld.

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