Feuerwehreinsatz im St.-Marien-Hospital - Rauch im Erdgeschoss sorgte für Schreckmoment

rnTechnischer Defekt

Der Großeinsatz der Feuerwehr im Marienhospital war am Sonntagabend schnell beendet. Lob gibt es für die Mitarbeiter. Und eine Erklärung, warum der Rauch ins Erdgeschoss kam.

Lünen

, 27.01.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mit einem Großaufgebot rückte die Feuerwehr am Sonntagabend (26.1.) zum St.- Marien-Hospital aus. Glücklicherweise erwies sich der Einsatz als eher harmlos, sodass schnell Entwarnung gegeben werden konnte.

Ursache dafür, dass die Brandmeldeanlage Alarm geschlagen hatte, war ein technischer Defekt in einer Lüftungsanlage im Keller gewesen. Ein Motor blockierte, wie Michael Goepfert, technischer Leiter des St. Marienhospitals, am Montag auf Nachfrage unserer Redaktion erklärte.

Defekter Motor sorgt für Rauch

Die Anlage wird aber von zwei Motoren angetrieben. Der zweite Motor ohne Defekt habe die Welle, an der auch der Ventilator hängt, normal weiter betrieben. Die Reibung zwischen dem Keilriemen des defekten Motors und Welle habe für die Rauchentwicklung gesorgt. Weil der Ventilator sich dennoch weiterdrehte, wurde der Rauch ins Erdgeschoss geleitet und löste dort den Feueralarm aus. „Das Ganze ging sehr schnell“, so Goepfert weiter.

Innerhalb weniger Minuten scheuerte der Keilriemen durch und sprang von der Keilriemenscheibe ab. Damit hatte sich die Ursache für den Rauch von selbst aufgelöst. Ein richtiges Feuer habe es zu keinem Zeitpunkt gegeben.

Als kurz darauf die Feuerwehr eintraf, war der technische Dienst des Krankenhauses schon dabei, sich um den Schaden an der Lüftungsanlage zu kümmern.

Als die Feuerwehr eintraf, waren die Haustechniker schon mit der Reparatur des Schaden beschäftigt.

Als die Feuerwehr eintraf, waren die Haustechniker schon mit der Reparatur des Schaden beschäftigt. © Foto Klinikum Lünen

Warum kam der Rauch ins Erdgeschoss?

Nach unserer Meldung zum Feuerwehreinsatz fragten sich einige Leser, warum der Rauch überhaupt vom Keller ins Erdgeschoss gelangen konnte. Die Lüftung müsse nach Vorschrift im Brandfall zwischen den einzelnen Bereichen, also hier den Gebäudeetagen, abgeschottet werden.

Solche Abschottungen, sogenannte Brandschutzklappen, gibt es auch in der Lüftungsanlage des Marienhospitals, so Goepfert weiter. Sie lösen allerdings erst ab einer Temperatur von etwa 70 Grad aus. So heißen Rauch habe es bei dem Vorfall am Sonntagabend aber nicht gegeben.

Lob für besonnene Mitarbeiter

Goepfert betont, dass sich die Mitarbeiter des Krankenhauses vorbildlich verhalten hätten. „Sie haben sehr besonnen gehandelt.“ Auch das hauseigene Feueralarmteam (FAT) des Krankenhauses sei nach dem Brandalarm schnell vor Ort gewesen.

Es besteht aus einem Arzt und zwei Sanitätern. Sie sollen sich einen Überblick über die Lage verschaffen, wenn nötig (erste) Hilfe leisten und die Feuerwehr bei der Ankunft einweisen.

„Das hat alles super funktioniert“, so Goepfert, der zu Hause alarmiert wurde und sofort selbst zum Marienhospital eilte.

Am Montag war die Lüftungsanlage schon wieder in Betrieb. Noch ausstehende Reparaturen können die Techniker auch währenddessen ausführen.

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