Flauschige Küken zu Gast bei Lüner Kita-Kindern

rnZüchter aus Brambauer

Auf diesen Besuch haben sich die Kinder der AWO-Kita Rappelkiste besonders gefreut. Kurz vor Ostern kamen Geflügelzüchter mit flauschigen Küken zu ihnen. Ein Gastspiel mit Tradition.

Brambauer

, 21.04.2019, 09:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Als Jörg Caspari mit 13 Jahren in den Rassegeflügel-Zuchtverein Brambauer eintrat, gab es den Osterbrauch schon, die Kitas der Umgebung mit frisch geschlüpften Küken zu besuchen. Inzwischen ist Caspari Vereinsvorsitzender und 49 Jahre alt. Aber in die Kitas fährt er immer noch gerne mit den Küken. Zusammen mit Horst Schwarz. Auch der 84-Jährige ist immer wieder angetan von der Begeisterung der Kinder für die Küken. Im nächsten Jahr ist Schwarz seit 50 Jahren Vereinsmitglied.

Küken schlüpfen in der Brutmaschine

Mit gelben und braunen Küken der Hühnerrasse New Hampshire kamen Caspari und Schwarz in die AWO-Kita Rappelkiste. Die flauschigen Federknäuel waren da gerade mal einen Tag alt. „Sie verändern sich schnell“, so Caspari. Geschlüpft sind sie in Brutmaschinen. „Da können wir steuern, wann die Küken schlüpfen, auch weil sie noch geimpft werden müssen. Da müssen wir sehen, dass nicht zu viele auf einmal schlüpfen, sondern nach und nach“, sagt Caspari. Insgesamt sieben Impfungen haben die piepsenden Küken vor sich. Caspari: „Das ist wichtig, wenn wir mit den Hühnern zu Ausstellungen gehen. In großen Hallen werden da schon mal bis zu 50.000 Tiere gezeigt, da ist natürlich auch die Ansteckungsgefahr vorhanden.“

Flauschige Küken zu Gast bei Lüner Kita-Kindern

Die Küken brauchen noch viel Wärme. © Beate Rottgardt

45 Mitglieder hat der Verein, darunter elf Jugendliche. Die Mitglieder kommen nicht nur aus Brambauer, sondern auch aus Mengede und Waltrop. Deshalb besuchen die Züchter auch Kitas dort. Am Mittwoch vor Ostern waren sie in Mengede. „Die Küken, die wir da dabei hatten, ruhen sich jetzt erst mal wieder aus“, so Caspari. Schließlich ist so ein Besuch bei den Kindern ganz schön aufregend für die Hühner-Babys.

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Küken-Besuch in der Kita Rappelkiste in Brambauer

Dieser Besuch hat schon Tradition - seit Jahrzehnten besuchen die Züchter des Rassegeflügel-Zuchtvereins Brambauer Kindergärten in Brambauer, Mengede und Waltrop. Kurz vor Ostern waren Jörg Caspari und Horst Schwarz wieder mit frisch geschlüpften Küken unterwegs. Wir waren in der AWO-Kita Rappelkiste in Brambauer mit dabei.
21.04.2019
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Ein winziges Küken, gerade einen Tag alt, zu Besuch in der Kita.© Beate Rottgardt
Die Kinder waren von den kleinen Küken angetan.© Beate Rottgardt
Die Küken waren in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch geschlüpft.© Beate Rottgardt
Die Küken blieben geduldig auf den Händen der Kinder.© Beate Rottgardt
Ganz vorsichtig gingen die älteren Kita-Kinder mit den Küken um.© Beate Rottgardt
Im warmen Behältnis drängelten sich die gelben und braunen Küken aneinander.© Beate Rottgardt
Wenn sie nicht bei den Kindern "im Einsatz" waren, tummelten sich die Küken im mitgebrachten Behältnis.© Beate Rottgardt
Hinter Kunststoffscheiben hatten es die Küken schön warm.© Beate Rottgardt
Die Küken brauchen noch viel Wärme.© Beate Rottgardt
Die jungen Küken waren schon sehr mutig.© Beate Rottgardt
Auf dem Boden wurden extra Decken ausgebreitet, damit es die Küken warm hatten.© Beate Rottgardt
Vorsichtig nahmen die Kleinsten die Küken auf die Hand.© Beate Rottgardt
Die Kinder hielten die Küken in der Hand.© Beate Rottgardt
Die Küken-Gruppe, die Jüngsten in der Kita, mit dem Küken-Besuch.© Beate Rottgardt
Die flauschigen kleinen Kita-Besucher.© Beate Rottgardt
Das war ein spannender Besuch für die Jüngsten.© Beate Rottgardt
So ganz geheuer waren die quicklebendigen Küken den Kindern nicht immer.© Beate Rottgardt
Nicht nur die Kinder, auch die Erzieherinnen waren von den Küken angetan.© Beate Rottgardt
Die Kleinsten mit den frisch geschlüpften Küken.© Beate Rottgardt
Die Erzieherinnen passten auf, dass den Küken nichts passiert.© Beate Rottgardt
Jörg Caspari zeigte den Kindern die Küken.© Beate Rottgardt
Die Erzieherinnen mit älteren Kita-Kindern waren von den Küken auch fasziniert.© Beate Rottgardt
Jörg Caspari ist in den Tagen vor Ostern mit Küken in einigen Kitas unterwegs.© Beate Rottgardt
Der eine freut sich, der andere schaut noch skeptisch, als das Küken kommt.© Beate Rottgardt

Als erstes kamen die Jüngsten in der Kita an die Reihe. „Das sind jetzt unsere Küken, die die Küken erleben“, meinte Kita-Leiterin Sabine Lüggert. Decken wurden auf dem Boden im Eingangsbereich der Kita ausgebreitet - damit sowohl die menschlichen als auch die tierischen Küken nicht frieren, wenn sie auf dem Boden Platz nehmen.

Frisches Wasser für die piepsenden Besucher

Die Kinder saßen in der Runde. Caspari und Schwarz nahmen die Küken einzeln aus dem Wärmebehälter, in dem sie sich aneinander kuschelten, auch ein bisschen schliefen oder aufgeregt piepsten. Als gute Gastgeberin hatte Sabine Lüggert den Züchtern Kaffee gekocht. Aber auch die Küken bekamen etwas zu trinken - der Wasserbehälter in der durchsichtigen Box wurde aufgefüllt.

Dann kam der große Moment. Die beiden Züchter gaben den Kindern, die das wollten, ein Küken in die Hände. Aber erst zeigten sie den Kleinen, wie sie die Hände ausbreiten sollten. Auch die Erzieherinnen waren dabei, nahmen vorsichtig ein Küken in die Hand und schauten, dass die Kleinen die putzigen Federbälle nicht zu hart anfassten. „Wir haben auch Küken von schwarzen New Hampshire-Hühnern, aber die werden erst am Ostersonntag schlüpfen“, so Caspari.

Dann waren die älteren Kita-Kinder an der Reihe. Die waren Küken-Besuch ganz offensichtlich schon gewohnt. Ganz lässig ließ ein Mädchen ein Küken auf ihrem Bein Platz nehmen. Und ein anderes Mädchen war für Caspari schon „eine echte Hühnerflüsterin“, denn das gelbe Mini-Huhn in seinen Händen fühlte sich offenbar so wohl, dass es einschlief.

Jedes Brutei wird gewogen

Auch wenn die Züchter seit vielen Jahren ihr Hobby betreiben, „wenn es Frühling wird und die Zeit kommt, dass die Eier in die Brutmaschine kommen, ist das immer schön“. Nach sieben Tagen können die Vereinsmitglieder die Eier durchleuchten, um zu sehen, ob sie auch tatsächlich befruchtet sind. Jedes Brutei wird außerdem gewogen.

Übrigens geht laut Caspari der Trend gerade bei jungen Familien immer mehr dahin, im Garten ein kleines Hühnerhaus für zwei, drei Hühner aufzubauen. Um frische Eier von eigenen Hühnern zu bekommen. Und das nicht nur zur Osterzeit.

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