Flüchtlinge bleiben an Borker Straße in Lünen

Als kommunale Unterkunft

Der Vertrag der Stadt Lünen mit dem Land über die Notunterkunft für Flüchtlinge an der Borker Straße läuft Ende Mai aus. Trotzdem sollen dort weiterhin Flüchtlinge untergebracht werden - und zwar von nun an als kommunale Unterkunft. Die alte Feuerwache soll ab Juni regulär zugewiesene Flüchtlingen aufnehmen.

LÜNEN

, 09.05.2016, 18:11 Uhr / Lesedauer: 1 min
Flüchtlinge bleiben an Borker Straße in Lünen

In der alten Feuerwache werden weiterhin Flüchtlinge leben. Allerdings ist das Gebäude bald keine Notunterkunft des Landes mehr, sonder eine Unterkunft der Stadt.

Zum 31. Mai läuft der Vertrag zwischen Stadt und Land über die Notunterkunft von bis zu 190 Flüchtlingen im Komplex alte Rettungswache Von-Wieck-Straße und alte Feuerwache Borker Straße aus. Wie Erster Beigeordneter Horst Müller-Baß am Montag auf Nachfrage mitteilte, habe das Land die Option auf Verlängerung des Vertrages nicht gezogen. Das Gebäude werde danach jedoch weiter als städtische Flüchtlingsunterkunft genutzt.

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Kommunal zugewiesen Flüchtlinge werden untergebracht

Fachdezernent Ludger Trepper hatte im Februar gesagt, eine Verlängerung des Vertrages mit dem Land wäre aus Sicht der Stadt vorteilhaft, weil Plätze in Notunterkünften auf das Kontingent regulärer Zuweisungen angerechnet würden. Das ist jetzt nicht der Fall. Stattdessen werden die regulär zugewiesenen Geflüchteten ab Juni dort untergebracht.

„Baulich werden wir dort allerdings nichts mehr verändern“, erklärte Müller-Baß, denn die Gebäude seien von vorneherein nicht so dicht belegt gewesen. Zum Vergleich: Die Hauptschule Wethmar, die am 31. Juli auch als Notunterkunft des Landes ausläuft, wird ab Mitte des Jahres für circa 1 Million Euro umgebaut – um dann auch für die längerfristige Unterbringung von Flüchtlingen geeignet zu sein.

Nach drei Jahren Vertragskündigung mit Unterkunft möglich

An der Borker Straße/Von-Wieck-Straße ist das laut Müller-Baß nicht nötig, es reiche, die maximale Belegungszahl dort zu reduzieren. Die alte Feuerwache ging im vergangenen September als Flüchtlingsunterkunft in Betrieb, die Miet-Verträge für die Gebäude laufen laut Müller-Baß über fünf Jahre.

Nach drei Jahren habe die Stadt jedoch die Möglichkeit, aus dem Vertrag auszusteigen. Ob die Stadt das nutzt, werde von den Zuweisungszahlen abhängen, sagte Müller-Baß gestern. Und wie die 2017 aussehen, weiß auch der Erste Beigeordnete nicht.

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