Frau aus Fenster gestürzt: Angeklagter entlastet

Prozess wegen versuchten Mordes

Im Prozess um den dramatischen Fenstersturz einer 23-jährigen Frau in Alstedde hat der Angeklagte am Donnerstag Rückendeckung erhalten. Außer der Aussage des Opfers gibt es offenbar keinen Beweis dafür, dass der 35-Jährige die Frau tatsächlich in Mordabsicht aus dem Fenster gestoßen hat.

ALSTEDDE/DORTMUND

29.10.2015, 14:33 Uhr / Lesedauer: 1 min
Frau aus Fenster gestürzt: Angeklagter entlastet

In einem Haus in Alstedde stürzte die Frau aus dem Fenster. Der Angeklagte steht unter dem Verdacht des versuchten Mordes.

Dem Gericht liegt inzwischen ein vorläufiges DNA-Gutachten vor, das zu dem Ergebnis kommt, dass keine genetischen Spuren des Angeklagten an den Füßen oder den Beinen des Opfers gefunden worden sind.

Frau hat erst später von Vergewaltigungsversuch gesprochen

Außerdem soll die junge Frau unmittelbar nach ihrem Sturz aus acht Metern Höhe nichts davon gesagt haben, dass sie mit Absicht hinunter gestoßen wurde. Erst im Krankenhaus äußerte sie sich entsprechend gegenüber einer Polizistin. „Sie hat mir gegenüber eindeutig den Wohnungsinhaber belastet“, sagte die damalige Ermittlungsbeamtin am Donnerstag als Zeugin.

Wie berichtet war die Frau erst wenige Stunden vor dem Vorfalls-Tag im April 2014 aus Berlin nach Lünen gekommen. Eher zufällig will sie dann in der Wohnung des 35-jährigen Angeklagten gelandet sein. Sie behauptet, der Mann habe sie sexuell bedrängt und sogar mit einem Messer bedroht. Um dies zu vertuschen, habe er sie bei ihrem Versuch, am Fenster um Hilfe zu rufen, in die Tiefe gestoßen.

 

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