Frau lag ohnmächtig auf der Straße, aber niemand half

Mitten im Weihnachtsgeschäft

Marie H. aus Selm hatte gerade einen Weihnachtseinkauf in Lünen erledigt, da passierte es: Ihr wurde plötzlich schwindelig, sie wurde ohnmächtig und brach zusammen. Aber niemand half ihr mitten im Weihnachtstrubel.

LÜNEN

von Von Peter Fiedler

, 19.12.2011, 16:50 Uhr / Lesedauer: 1 min
Man sollte doch meinen, dass Passanten sofort zur Hilfe eilen, wenn eine junge Frau zusammenbricht. Die egenteilige Erfahrung hat am Wochenende eine 21-jährige Selmerin in der Lüner Innenstadt gemacht.

Man sollte doch meinen, dass Passanten sofort zur Hilfe eilen, wenn eine junge Frau zusammenbricht. Die egenteilige Erfahrung hat am Wochenende eine 21-jährige Selmerin in der Lüner Innenstadt gemacht.

So beschreibt die 21-Jährige, was am Samstag gegen 13.45 Uhr an der Ecke Bäckerstraße/Marktstraße geschah. Sehr enttäuscht ist die junge Frau aus Selm darüber, was anschließend nicht geschah: „Als ich wieder bei Bewusstsein war, hätte ich gedacht, dass mir jemand hilft. Es waren einige Menschen an der Ecke unterwegs und haben mich gesehen, doch niemand hat geholfen.“

Dabei sei es ziemlich offensichtlich gewesen, dass sie Hilfe gut hätte gebrauchen können „Meine Brille war zerbrochen und ich hatte Schürfwunden am Kopf und am Knie.“ Wie lange sie am Boden lag, wisse sie nicht. Sie habe dann ihre Schwiegereltern angerufen, die sie aus Lünen abgeholt hätten. „Mir geht es soweit wieder gut“, berichtet die Selmerin.

Die Gleichgültigkeit der Passanten hat sie schockiert, deshalb wolle sie ihren Fall öffentlich machen: „ Ich möchte damit erreichen, dass man doch helfen soll, wenn man jemanden am Boden liegen sieht.“

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