Früheres Ernsting-Kaufhaus wird ein Schmuckstück

LÜNEN Zum 1. Juni sollen die Modekette Gerry Weber und der Filialist s.Oliver im Erdgeschoss des früheren Kaufhauses Ernsting an der Lange Straße eröffnen. Das kündigte Investor Peter van Hoepen, Geschäftsführer des niederländischen Unternehmens Waterford an. Die denkmalgeschützte Säulenfassade von 1924 wird zurzeit bereits saniert und in ihren ursprünglichen Zustand versetzt.

von Von Magdalene Quiring-Lategahn

, 26.02.2008, 14:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Durch eine spezielle Lichtinstallation will van Hoepen in der zweiten Jahreshälfte die Schönheit des leicht gebogenen Gebäudes besonders in Szene setzen lassen.

Stadtentwicklungsplanerin Astrid Linn spricht von neuen Impulsen für die Innenstadt und einem wichtigen Magneten des Einzelhandels an der Lippebrücke, der durch den Bau des neuen Komplexes am Christinentor mit hochwertigen Textilien einem weiteren Magneten gegenüberstehe.

Gebäude passt in das Konzept

Auch Bürgermeister Hans Wilhelm Stodollick sieht im Rahmen des Stadtumbaus West mit zahlreichen Ankerpunkten das frühere Ernsting-Kaufhaus als "Lichtprojekt". Für Peter van Hoepen passt es einfach in die Firmenphilosophie. Die besteht darin, in Fußgängerzonen von Städten ab 50 000 Einwohnern renovierungsbedüftige Objekte mit auslaufenden Mietverträgen anzukaufen und herzurichten. In Kaiserslautern, Eckernförde, Schleswig und Neustadt sei Waterford aktiv, in Lünen habe er sich sofort in die Ernsting-Fassade verliebt.

Inzwischen hat van Hoepen das Gebäude gekauft und wird 2 Millionen Euro in die Sanierung investieren. Die ist nach Entwürfen des Lüner Architekten Marian Fuhrmann bereits angelaufen.

Im ersten und zweiten Obergeschoss bleibt die Zahnarztpraxis bestehen. Weitere Praxen und Büros könnten zu einem medizinischen Zentrum erweitert werden. Der alte Lichthof im ersten Stock bekommt ein pyramidenförmiges Glasdach, das das "schönste Wartezimmer Lünens", so Astrid Linn, mit Tageslicht erhellen wird. Im 2. und 3. Obergeschoss sind zudem barrierefreie Wohnungen geplant. Das Treppenhaus wird bis oben erweitert und mit einem eigenen Aufzug versehen. "Das ermöglicht attraktives Wohnen in der City", so Stadtsprecher Reinhold Urner.

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