Für sauberes Wasser müssen Bäume weichen: Fällarbeiten auf Brache Victoria

Baumfällarbeiten

Auf dem ehemaligen Gelände der Zeche Victoria stehen Rodungsarbeiten an. Für eine weitere Nutzung des Geländes müssen Brombeeren und Bäume weichen.

Lünen

, 27.09.2020, 11:05 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das Archivbild zeigt die Victoriabrache aus der Luft.

Das Archivbild zeigt die Victoriabrache aus der Luft. © Guenther Goldstein

Die Zeche Victoria hat Spuren auf dem Gelände hinterlassen: Auch nach 25 Jahren ist der Boden noch belastet und dadurch das Grundwasser verschmutzt. Das Gelände gehört inzwischen der Gesellschaft für Vermögensverwaltung. Damit die Brache künftig genutzt werden kann, muss das Wasser sauberer werden. Deshalb plant RWE nun eine „Grundwasseraufbereitungsanlage“ - also eine Filteranlage. Im Weg dafür sind die natürlichen Luftfilteranlagen: Bäume und Büsche.

„Zur Vorbereitung der Bauflächen für die Reinigungsanlage, Leitungstrassen und Zufahrt sind diverse Bereiche vom Bewuchs zu befreien und einzelne Bäume zu fällen“, schreibt RWE in einer Pressemitteilung. Alle Maßnahmen wurden mit Blick auf Natur- und Artenschutz zusätzlich mit der Unteren Landschaftsbehörde des Kreises Unna abgestimmt.

Rodungen spätestens bis Ende Februar

Konkret werden laut laut Guido Steffen von RWE am Zuweg zum Lippeufer 100 Meter Brombeersträucher entfernt. Für Wasserleitungen und Stromkabel muss ein zwei Meter breiter Grünstreifen mitsamt Bäumen an der Straße weichen. Die Bauarbeiten beginnen im Oktober und sind spätestens Ende Februar beendet. Steffen erklärt: „Die Rodungsarbeiten dauern keineswegs so lange. Wir geben den Zeitraum an, in dem wir legal tätig sein dürfen.“ Denn rechtlich gesehen dürfen auch im privaten Raum zum Schutze nistender Vögel nur in diesem Zeitraum Bäume gefällt werden.

Anm. d. Red. In einer vorigen Version war ein falsches Foto. Wir haben das korrigiert.

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