Gefährliche Aktion: Jugendliche aus Lünen legten Stoßstange auf Gleise

Ermittlungen

Drei Jugendliche aus Lünen haben am Samstag (6.3.) eine Stoßstange auf die Güterzugstrecke gelegt. Ein Zug musste eine Schnellbremsung einleiten. Es kam zu Verspätungen auf der Strecke.

Lünen

, 07.03.2021, 11:08 Uhr / Lesedauer: 1 min
Auf Gleise der Güterzugstrecke an der Grenze zwischen Lünen und Waltrop haben drei Lüner Jugendliche eine Stoßstange gelegt. Die Bundespolizei ermittelt wegen des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr.

Auf Gleise der Güterzugstrecke an der Grenze zwischen Lünen und Waltrop haben drei Lüner Jugendliche eine Stoßstange gelegt. Die Bundespolizei ermittelt wegen des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr. © Frank Bock

Zeugen hatten am Samstagnachmittag (6.3.) beobachtet, wie Jugendliche in Lünen die Stoßstange eines Autos auf die Schienen der Güterzugstrecke nahe der Straße Im Knäppen auf der Grenze zwischen Lünen und Waltrop legten. Wie die Bundespolizei berichtet, musste ein Güterzug eine Schnellbremsung einleiten.

Das ist nicht der erste gefährliche Vorfall. Erst Ende Februar hatten fünf Jugendliche den Güterzugverkehr auf der Hamm-Osterfelder Bahn in Höhe Oberaden komplett zum Erliegen gebracht. Drei Mädchen setzen sich an die Gleise, zwei männliche Jugendliche bremsten einen Zug aus.

Jetzt wieder eine ähnliche Aktion: Am Samstag erreichte eine Streife der Landespolizei gegen 16.30 Uhr als erstes den Einsatzort. Die Jugendliche waren noch da. Ersten Ermittlungen zufolge, haben die drei 15 und 16 Jahre alten Lüner die Stoßstange neben der Güterzugstrecke gefunden und dann auf die Gleise gelegt.

Zug kam nach zwei Kilometern zum Stehen

Der Triebfahrzeugführer eine herannahenden Zuges konnte diesen erst nach zwei Kilometern zum Stehen bringen. Der Vorfall hatte Folgen: Auf der Strecke verspäteten sich die nachfolgenden Züge. Beschädigung an dem Güterzug konnte zunächst nicht festgestellt werden.

Die Polizei brachte die Jugendlichen zu ihren Eltern. Die Bundespolizisten ermitteln jetzt wegen des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr.

In diesem Zusammenhang warnt die Bundespolizei vor den Gefahren des Bahnverkehrs. Solche Aktionen seien leichtsinnig und immer lebensgefährlich! Tödliche Gefahren gehen dabei nicht nur vom Zugverkehr an sich aus, sondern auch von Betriebsanlagen, wie beispielsweise stromführenden Teilen oder Masten.

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