Geist-Bewohner haben wieder einen Supermarkt

CAP-Markt

Nahversorgung in der Geist hieß das Problem in den politischen Gremien. Jetzt ist es gelöst und hat einen ganz anderen Namen: Der Cap-Supermarkt wurde am Donnerstag mit einem Fest im Wohngebiet "In der Geist" in Lünen an der Friedrichstraße eröffnet.

LÜNEN

13.09.2012, 13:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Werner Bracht, Geschäftsführer Diakonische Integrationsbetriebe Bochum-Dortmund-Lünen überreichte am Donnerstag symbolisch den Schlüssel an  Marktleiter Christian Törner (Mitte) und seinen Stellvertreter Thomas Baehr (r.).

Werner Bracht, Geschäftsführer Diakonische Integrationsbetriebe Bochum-Dortmund-Lünen überreichte am Donnerstag symbolisch den Schlüssel an Marktleiter Christian Törner (Mitte) und seinen Stellvertreter Thomas Baehr (r.).

Die Bewohner des Viertels brauchten am Donnerstag nach der offiziellen Eröffnung nur wenige Stunden, um den neuen Supermarkt zu dem zu machen, was er künftig sein soll: Endlich wieder ein Ort zum Einkaufen „um die Ecke“ und zu einem Treffpunkt: „Endlich sieht man sich mal wieder“, sagt eine Kundin der ersten Stunde in der langen Schlange an der Kasse und erntet nur Zustimmung ringsherum. Ewig hätte man sich nicht gesehen, obwohl man nur ein paar Häuser auseinander wohnt.

Seit Anfang Mai hatten die Handwerker in dem lange leer stehenden Gebäude ihre Arbeit aufgenommen. Mit dem Abschluss ihrer Arbeit ist nun endlich wieder auch die Nahversorgung gesichert. 16 Beschäftigte hat der Markt, die Hälfte davon sind Menschen mit einem Handicap, daher auch der Name „Cap-Markt“. Die Bewohner der Geist finden nun in der Friedrichstraße etwa 8500 Produkte auf den sehr freundlich gestalteten 450 Quadratmetern. Auch die Bäckerei Kanne ist vertreten. Zum Angebot des Cap-Marktes gehören auch ein Hol- und Bringservice und begleitendes Einkaufen. Dabei steht ein Mitarbeiter dem Kunden zur Seite.  

Wer steht hinter dem Cap-Markt?
Der Cap-Markt wird getragen von den „Diakonischen Integrationsbetrieben Dortmund-Bochum-Lünen gemeinnützige GmbH“, einer Tochter des Diakonischen Werkes Dortmund und Lünen.
Mit Unterstützung der Aktion Mensch, der Stiftung Wohlfahrtspflege, des Landschaftsverbandes Westfalen-Mitte der Stadt der Wohnungsbaugesellschaft Viva West und mit Eigenmitteln konnte die Diakonie das Projekt realisieren.

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