Geld für Denkmäler in Lünen und Selm: Westfalia-Kantine wird gefördert

Auch für die Restaurierung der ehemaligen Kantine der Eisenhütte Westfalia in Lünen gibt es Geld aus dem Denkmalförderprogramm des Landes.
Auch für die Restaurierung der ehemaligen Kantine der Eisenhütte Westfalia in Lünen gibt es Geld aus dem Denkmalförderprogramm des Landes. © Storks (A)
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Über 30 Millionen Euro sind in diesem Jahr in dem Fördertopf des Landes für Denkmäler. Das Geld soll Privateigentümerinnen und -eigentümer, Kommunen, Vereine, Stiftungen und Kirchen dabei unterstützen, Denkmäler zu erhalten. Mehr als 360 Projekte im Land werden gefördert. Insgesamt über 205.000 Euro fließen nach Lünen, Selm und Werne. Das teilt die CDU-Fraktion Lünen in einem Pressebericht mit.

In Lünen wird mit 150.000 Euro eine privat vorgenommene, konstruktive Sicherungsmaßnahme und Dachinstandsetzung unterstützt. Um welche es sich konkret handelt, wird nicht mitgeteilt. Zum anderen fördert das Land Nordrhein-Westfalen mit rund 20.000 Euro die Restaurierungsarbeiten in der alten Kantine der Eisenhütte Westfalia. Darüber hinaus kommen der Stadt Lünen 11.550 Euro als Pauschalzuweisungen aus dem Programm zugute, ebenso wie der Stadt Werne in Höhe von 5.000 Euro.

In Selm werden wiederum Restaurierungsarbeiten von historischen Fenstern mit 19.350 Euro unterstützt. Hierbei handelt es sich um eine private Maßnahme, die nicht näher genannt wurde.

Die rote Ziegelvilla an der Dortmunder Straße 2 in Lünen soll demnächst unter Denkmalschutz gestellt werden.
Die rote Ziegelvilla an der Dortmunder Straße 2 in Lünen soll demnächst unter Denkmalschutz gestellt werden. © Goldstein (A)

Diskussion um neues Denkmalschutzgesetz

Heimatministerin Ina Scharrenbach erklärt: „Es ist großartig, wie viele Menschen es in Nordrhein-Westfalen gibt, die Verantwortung für Denkmäler übernehmen und so unsere Geschichte erlebbar für nachfolgende Generationen halten.“ Von 2017 bis jetzt sei laut Scharrenbach mit 88,5 Millionen Euro fünfmal so viel Geld für die Denkmäler in NRW bereitgestellt worden wie von der Vorgängerregierung. „Mit dem erst kürzlich verabschiedeten Denkmalschutzgesetz haben wir das Jahrzehnte alte Recht an die modernen Herausforderungen wie Barrierefreiheit und Klimaschutz angepasst, den Schutz von Garten- und Bodendenkmälern gestärkt.“

Veranstaltung in Werne

Das sieht Dr. Holger Mertens, Leiter der Denkmalpflege des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL), anders. Er hatte im Februar das Gesetz kritisiert mit den Worten: „Denkmalschutz würde schwächer“.

Das neue Denkmalschutzgesetz hat die Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft zum Anlass für eine Veranstaltung genommen. Am Dienstag (3. Mai) um 18.30 Uhr lädt sie dazu in das Hotel Ickhorn, Markt 1, nach Werne.