Gericht: Lüner Baufirma trägt Teilschuld

Flughafen-Katastrophe

LÜNEN / DÜSSELDORF 15 Jahre nach der Brandkatastrophe am Düsseldorfer Flughafen hat das Oberlandesgericht dem Airport die Hauptschuld zugewiesen. Das Feuer vom 11. April 1996 hatte 17 Menschen getötet und 88 verletzt. Eine Baufirma aus Lünen trägt eine Teilschuld.

von dpa

, 11.01.2011, 17:58 Uhr / Lesedauer: 1 min
Am 11. April 1996 hatten Schweißarbeiten einen Brand im Düsseldorfer Flughafen ausgelöst. 17 Menschen kamen in den Flammen ums Leben.

Am 11. April 1996 hatten Schweißarbeiten einen Brand im Düsseldorfer Flughafen ausgelöst. 17 Menschen kamen in den Flammen ums Leben.

Weil die Schweißerfirma aber ihrerseits Sicherheits- und Unfallverhütungsvorschriften missachtet habe, müsse sie zu 25 Prozent ebenfalls haften. In erster Instanz hatte das Landgericht Düsseldorf den Schadenersatz je zur Hälfte auf Flughafen und Baufirma verteilt. Beide Seiten hätten grob fahrlässig gehandelt, befanden Landgericht und Oberlandesgericht. Insgesamt waren nach dem Brand Regressforderungen in Höhe von 150 Millionen Euro gestellt worden. In dieser Höhe waren Fluggesellschaften, Mietwagenfirmen und Geschäftsleute von den Versicherungen für Schäden, Verdienstausfälle und Mehrkosten entschädigt worden.

Am 11. April 1996 hatten Schweißarbeiten zunächst einen Schwelbrand über einem Blumenladen im Airportgebäude ausgelöst. Schließlich verwüstete eine Feuerwalze das Hauptterminal. Der Schaden wurde damals auf mehrere 100 Millionen Mark beziffert. Das dioxinverseuchte Kernstück des Airports musste abgerissen und neu gebaut werden.

Lesen Sie jetzt